14.05.2020 06:00 |

„Mäßige Maßnahmen“

Krise im Tourismus könnte bis Sommer 2021 dauern

Die Corona-Krise dürfte sich für den Tourismus nach Ansicht von Experten noch hinziehen - möglicherweise sogar bis ins Jahr 2021. Ein Ende bis zum Beginn der heurigen Sommersaison halten nur zwölf Prozent der Befragten für möglich.

Einer Umfrage* des Innsbrucker Institute of Brand Management zufolge glauben 80 Prozent von 100 befragten Tourismusexperten, dass die Krise bis Sommer 2021 dauern wird. „Wie groß diese Herausforderung ausfällt, darüber entscheidet nicht nur die zeitliche Dauer der Krise, sondern auch die Intensität der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie“, so der Instituts-CEO Markus Webhofer. Eine Kombination aus einer langen Dauer der Krise gepaart mit „mäßigen Maßnahmen“ sei von mehr als der Hälfte der Experten als wahrscheinlichstes Szenario eingestuft worden.

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Wie groß die Herausforderung ausfällt, darüber entscheiden nicht nur die zeitliche Dauer der Krise, sondern auch die Intensität der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie.

Markus Webhofer

Grenzöffnung „mehr als ein Hoffnungsschimmer“
Die angekündigte Grenzöffnung zu Deutschland sei allerdings „mehr als ein Hoffnungsschimmer, das ist ein enorm wichtiges Signal für die Branche“, sagte Webhofer auf APA-Anfrage. „Der Umstand, dass die Information mit einem Monat Vorlauf kommt, gibt den touristischen Unternehmen die erforderliche Sicherheit“, so Webhofer weiter. Das gebe den Betrieben etwas Zeit, die Öffnung auch vorzubereiten und dämme die Unsicherheit für die Hotelbetriebe etwas ein.

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„Jede Grenzöffnung ein Gewinn“
Deutschland sei heuer „mit Sicherheit der Hoffnungsmarkt für den österreichischen Sommer“, so der Instituts-Chef. Jede weitere Grenzöffnung sei aber ein Gewinn: „Natürlich, je mehr Nahmärkte ihre Grenzen öffnen, desto besser.“

*Befragt wurden im Rahmen der Studie 100 Experten - also Vorstände, Obmänner von Tourismusorganisationen, Geschäftsführer von Leitbetrieben (z.B. Seilbahnen), große Hotelbetreiber und Experten aus dem universitären Bereich - aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Südtirol. Für 69 Prozent der Experten liegt das betroffene Unternehmen bzw. ihre beobachtete Destination in Österreich.

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