10.05.2020 18:10 |

Deutsche ohne Schnee

Profitiert Dreßen von seiner Wahlheimat Gmunden?

Kitzbühel-Sieger Thomas Dreßen wohnt und lebt in Scharnstein, nahe Gmunden im schönen Salzkammergut - und das könnte dem deutschen Abfahrts-Ass in der Corona-Krise jetzt ganz besonders entgegenkommen. 

Von Oberstdorf aus können Deutschlands Skirennläufer die österreichischen Berge schon sehen, in drei Autostunden ist man normalerweise an den Gletschern in Sölden oder im Kaunertal. Dort haben in der Vorwoche die Alpin-Trainings der ÖSV-Asse begonnen. Die Deutschen sind hingegen weiter zum Trockentraining verdammt.

„Hängen in der Luft“
„Wir hängen hier ein bisschen in Luft“, sagt der deutsche Alpin-Chef Wolfgang Maier, „da wir für unsere Vorbereitung im hohen Maße auf Schnee angewiesen sind.“ Auf die Zugspitze, die einzige Alternative in Deutschland, dürfen sie derzeit nicht. Die Krux aber liegt in den aktuellen, deutschen Quarantäne-Regeln bei Grenzübertritten. „Sollten wir in Sölden oder Hintertux trainieren können, wissen wir aktuell nicht, wie es dann nach der Rückkehr mit den Quarantänevorschriften aussieht. Ob wir dann zwei Wochen in die Isolation müssen oder nicht?“, erklärte DSV-Chef Maier der Deutschen Presse-Agentur. „Zu den Themen äußert sich niemand im Detail.“

Hausbau im Almtal
Abfahrts-Ass Dreßen und einige Coaches wohnen allerdings selbst in Österreich. Sie könnten deshalb solche Isolationsmaßnahmen umgehen. Laut deutscher „Bild“-Zeitung gibt es sogar Pläne für ein Gasttraining von Dreßen im ÖSV-Team. Maier: „Wir stehen in Verbindung mit den Österreichern und haben auch schon positive Zeichen von der Wirtschaftskammer bekommen.“

Untätig ist der 26-jährige Wahl-Oberösterreicher aber auch jetzt nicht. Zwei bis zweieinhalb Stunden fährt er mit dem Rad im Almtal durch die Gegend, dazu hat er sich in der Reithalle der Eltern seiner Freundin Birgit Lankmaier einen kleinen Fitnessraum eingerichtet, der nun als sein Arbeitsplatz gilt.

Hoch über Sölden soll es dann wieder auf die Bretter gehen. Trainer Maier erklärt auch mit Blick auf Viktoria Rebensburg, Stefan Luitz und Co.: „Die Lifte werden nicht geöffnet, es werden nur die Strecken präpariert. Die Sportler werden dann mit Motorschlitten hochgezogen, damit wir auch den nötigen Abstand halten können.“ 

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