24.03.2020 12:55 |

Digitales Lernen

So meistern Lehrer, Schüler den Unterrichtsalltag

Bei der Kommunikation mit ihren Schülern setzen Lehrer während der Schulschließungen auf die unterschiedlichsten digitalen Kanäle. Dabei gehen so manche Pädagogen deutlich über das Verteilen von Aufgaben per Mail oder Lernplattform hinaus: Per Telefon, WhatsApp und Instagram beantworten sie Fragen, halten online Live-Unterrichtseinheiten ab oder erstellen Erklärvideos und tägliche Challenges.

Auf dem Lehrer-Blog schulgschichtn.com schildern vier Lehrer von Wiener Neuen Mittelschulen (NMS), wie sie trotz der räumlichen Trennung Kontakt zu ihren Schülern halten. Während sich in einem Fall die Schüler nur einmal pro Woche melden müssen, wie weit sie mit ihrer Arbeitsmappe gekommen sind, setzen andere auf permanenten Austausch. „Die Online-Betreuung der Kinder läuft über den ganzen Tag, es kommen ständig Fragen, das freut mich sehr“, heißt es in einem Erfahrungsbericht.

Nah an den Kids dran“
Andere Schüler bekommen direkt zu den von ihnen eingeschickten bzw. auf Lernplattformen hochgeladenen gelösten Aufgaben Korrektur und Feedback. „Das gibt uns das Gefühl, nah an den Kids dran zu sein und ihnen Input zu geben, mit dem sie arbeiten können.“ Live-Unterrichtseinheiten sollen zusätzlich direkten Kontakt, nochmaliges Erklären und Fragenstellen ermöglichen. Dazu kommen Lernvideos zu einzelnen Themenbereichen, die die Schüler immer wieder anschauen können.

Lehrer und Eltern mehrheitlich zufrieden
Insgesamt dürften die Fernlehrmethoden der Lehrer bisher ganz gut ankommen, bei einer Umfrage im Auftrag des Bildungsministeriums haben sich drei Viertel der Eltern von Schülern an NMS, AHS und BMHS (sehr) zufrieden mit Information und Unterstützung durch die Lehrer gezeigt. Für neun von zehn Lehrern funktioniert die Zusammenarbeit (sehr) gut, so das Ergebnis der ersten drei Tage der Schulschließungen.

Technische Ausstattung fehlt
Allerdings haben nicht alle Kinder zu Hause die technischen Möglichkeiten für Fernlehre. In der Umfrage haben zehn Prozent der Eltern angegeben, dass ihnen die technische Ausstattung für digitales Lernen fehlt. Je nach Schulart können es noch deutlich mehr sein. So berichtet eine Lehrerin einer Sonderschule in Wien von den nur eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten zu ihren Schülerinnen und Schülern - von den 13 Kindern der Klasse haben nur fünf eine E-Mail-Adresse, viele sind auch telefonisch nur schwer erreichbar.

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