25.02.2020 10:29 |

Berechnet Jobchancen

AMS-Algorithmus kostete 1,8 Millionen Euro

1,8 Millionen Euro hat das AMS die Entwicklung eines Algorithmus gekostet, der ab Sommer die Jobchancen von Arbeitslosen berechnen soll. Die jährlichen Kosten für Wartung und Pflege des Systems liegen bei 61.000 Euro, wie aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung von Arbeitsministerin Christine Aschbacher hervorgeht.

Der Ende 2018 testweise gestartete Algorithmus wird mit 1. Juli flächendeckend eingeführt und soll Arbeitslose künftig aufgrund von Profildaten nach Arbeitsmarktchancen in drei Gruppen einteilen: rasch vermittelbare Servicekunden (Klasse A), Betreuungskunden mit mittleren Chancen (Klasse B) sowie Beratungskunden, die schwer vermittelbar sind (Klasse C). Von der Einteilung abhängig ist dann, welche AMS-Fördermaßnahmen - etwa Qualifizierungskurse - gewährt werden. Auf- und Abstufungen durch den Berater sind möglich.

Frauen, Ältere und Kranke benachteiligt
Schlechtere Chancen werden etwa Frauen, Personen über 50 Jahren und Menschen mit chronischen Krankheiten zugeschrieben. Die netzpolitische Sprecherin der SPÖ, Katharina Kucharowits, wollte mit der Anfrage an die zuständige Ministerin vor allem wissen, ob es zu Benachteiligungen von diesen Personengruppen kommen werde, wie der „Kurier“ am Dienstag berichtete.

Dies sei vonseiten des Ministeriums nun auch bestätigt worden. Allerdings soll es „ergänzend“ zum Extra-Betreuungsprogramm auch geplante Fördermaßnahmen für benachteiligte Personen wie Frauen und Ältere geben. Für diese Personen seien „zahlreiche Förderinstrumente reserviert“, heißt es. Näheres wurde zu diesem Punkt nicht bekannt gegeben.

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