23.02.2020 10:30 |

Nach Klage wegen Lärms

Salzburgs Schützen: „Mit dem Lärm muss man leben“

„Krone“-Leser kennen den Fall: Eine Frau klagte einen Prangerstutzenschützen-Verein, da der Lärm der Salven gesundheitsschädigend sei. Noch bevor ein Richter entschied, konnten sich die Klagsparteien vergleichen. Dieser Konsens war „wichtig, da Gefahr für den Brauch bestand“, sagt auch der Landesschützenverband. Immerhin sei das Schießen eine über 200 Jahre gewachsene Tradition . . .

Christian Zinnburg, Chef der Festungs-Prangerstutzenschützen, kann über die Klage nur den Kopf schütteln: „Ich glaube nicht, dass es auch noch Schalldämpfer braucht.“ Das Wann und das Wo sei immer die Frage: So findet selbst Zinnburg „unsinnig“, um 6 Uhr früh zu schießen. Aber es ist Tradition: „Ein 200 Jahre alter Brauch“, so Verbands-Vize Josef Braunwieser. Gerade am Land müsse man mit dem Knallen leben: „Es geht aber nur miteinander und nicht gegeneinander.“ Beschwerden gäbe es selten, und wenn dann von zugezogenen Leuten. Meist reiche ein „vernünftiges Gespräch“, um die Sache zu lösen. Salzburgs Vereine würden das Schießen sonst auf Wunsch hin auch vorankündigen.

Rechtsstreit löste Aufregung aus

Wie bereits berichtet, hat eine Frau einen Salzburger Prangenstutzenschützen-Verein geklagt: Sie wollte gerichtlich verbieten lassen, dass die Schützen in unmittelbarer Nähe ihres Wohnhauses schießen. Der Lärm sei gesundheitsschädigend, argumentierte sie. Es gab auch schon Verhandlungstage in einem Bezirksgericht. Doch kürzlich konnte der Rechtsstreit mit einem Vergleich beigelegt werden: Die Schützen erklärten sich bereit, nur bei entsprechender Entfernung zum Wohnhaus zu schießen. Und auch bei entsprechender Vorankündigung.

Antonio Lovric
Antonio Lovric
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