15.02.2020 11:59 |

Gefahr für Android

Banking-Trojaner stiehlt Daten mit gefälschten SMS

Die Sicherheitsspezialisten von Kaspersky haben eine neue Version des erstmals im Jahr 2019 entdeckten Banking-Trojaners „Ginp“ identifiziert. Die speziell auf Android ausgerichtete Schadsoftware beinhaltet nun - neben Standardfunktionen wie dem Abfangen und Versenden von SMS sowie dem Einblenden von Bildschirm-Overlays - auch eine höchst unkonventionelle Funktion zum Einblenden von gefälschten Textnachrichten innerhalb der Inbox regulärer SMS-Apps.

Diese Nachrichten würden unter dem Deckmantel seriöser Anbieter angezeigt, die den Nutzer über scheinbar unerwünschte Ereignisse, wie zum Beispiel ein blockierter Zugriff auf das eigene Konto, informierten. Um dies zu verhindern, werde der Nutzer dazu aufgefordert, die App des vermeintlichen Anbieters zu öffnen, teilte Kaspersky mit.

Sobald die Opfer der Aufforderung nachkommen, überlagert der Trojaner demnach das ursprüngliche Fenster mit einem eigenen Fenster und fordert den Nutzer dazu auf, Kreditkarten- oder Bankkontendetails einzugeben. Diese Zahlungsdetails würden dann direkt an die Cyberkriminellen weitergegeben.

„Android-Nutzer müssen wachsam sein“
„‘Ginp‘ ist einfach, aber effizient und effektiv. Die Geschwindigkeit, mit der sich das Schadprogramm weiterentwickelt und neue Fähigkeiten erwirbt, ist besorgniserregend“, so Kaspersky-Sicherheitsexperte Alexander Eremin.

„Während dieser Angriff bisher nur in Spanien zu beobachten war, befürchten wir aufgrund unserer früheren Erfahrungen, dass dieser Trojaner schon bald auch in weiteren Ländern aktiv sein könnte. Android-Nutzer müssen definitiv wachsam sein.“

 krone.at
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