Mit bloßen Händen

Freundin (28) erwürgt: Verdächtiger festgenommen

Wien
30.01.2020 12:30

Die fieberhafte Suche nach dem Mordverdächtigen im Fall der getöteten Birgit H. aus Wien-Floridsdorf dürfte abgeschlossen sein. Bereits am Mittwochabend nahm die Polizei einen Mann (37) fest, der im Verdacht steht, seine Freundin mit bloßen Händen erwürgt zu haben. Die 28-Jährige war am Dienstagabend tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden.

Birgit H. wurde - wie berichtet - am Dienstagabend von ihrem Vater leblos in ihrer Wohnung in der Arnoldgasse entdeckt. Laut Angaben des 37-Jährigen führte er seit Ende 2019 eine „On-off“-Beziehung mit dem Opfer. Leopold W. war bisher nicht geständig, „vielmehr schweigt er zur Tat“, sagte Polizeisprecher Markus Dittrich. Das Motiv für das Tötungsdelikt ist unklar, nachdem der Österreicher bisher nicht zu den Vorwürfen Stellung nahm.

Leopold W. wird verdächtig, seine Freundin Birgit H. getötet zu haben. (Bild: Andi Schiel, zVg, krone.at-Grafik)
Leopold W. wird verdächtig, seine Freundin Birgit H. getötet zu haben.

Bei einer Hausdurchsuchung am Mittwochabend fanden die Ermittler in der Wohnung des Mannes belastendes Material, darunter auch das Handy des Opfers. Der Österreicher wurde am Donnerstag noch einmal einvernommen und anschließend in die Justizanstalt überstellt.

(Bild: APA/PRIVAT)
(Bild: Andi Schiel)

Gefunden wurde die Leiche am Dienstagabend vom Vater der 28-Jährigen. Die Obduktion ergab Tod durch Erwürgen. Laut Gerichtsmediziner wurde die Tat „ungefähr fünf Tage vor Auffinden“ verübt, sagte Dittrich.

Zweite tödliche Gewalttat an Frau in diesem Jahr
Es ist die bereits zweite tödliche Gewalttat an einer Frau in diesem Jahr. Am 15. Jänner war die 42 Jahre alte Gabriela P. in Ybbs an der Donau in Niederösterreich mutmaßlich von ihrem 50 Jahre alten Lebensgefährten getötet worden. Er hatte die Frau offenbar aus rasender Eifersucht getötet. „Da sah ich plötzlich schwarz. In ihrer Friseurkiste lag ein Messer, ich griff danach, stach ihr in den Hals“, erklärte der mutmaßliche Täter später. Die Bluttat geschah vor den Augen des gemeinsamen Sohnes.

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