13.01.2020 07:00 |

Urlaub in Südafrika

Kapstadt - die trendigste Metropole Afrikas

Die ideale Kombination für das vielfältige Südafrika lautet Safari- und Stadt-Erlebnis. Kapstadt gilt nicht nur als trendigste Metropole Afrikas, sondern auch als eine der schönsten Städte der Welt. Ein Abstecher lohnt sich!

Wer schon die weite Anreise nach Südafrika auf sich genommen hat, soll unbedingt die großartigen Safari-Eindrücke durch einen Städtetrip nach Kapstadt bereichern. Südafrika bietet eine herrliche Vielfalt, es zahlt sich aus, möglichst viel davon zu sehen. Gesagt, getan, nach wirklich aufregenden Tagen mit vielen Tier-Begegnungen fliegen wir also von Skukuza in den Süden. Während es im Sabi Sabi Private Game Reserve doch hochsommerlich heiße Temperaturen hatte, zeigt das Thermometer in Kapstadt sehr angenehme 25 Grad. Das Klima ist vom Atlantik geprägt und deshalb gemäßigt.

Unser erster Rundgang führt uns an die berühmte Victoria & Alfred Waterfront, zum Silo, einem alten Getreidesilo, den der britische Architekt Thomas Heatherwick umgebaut hat und somit ein neues Wahrzeichen geschaffen hat. In diesem ist heute nicht nur ein hippes Hotel mit cooler Rooftop-Bar untergebracht, sondern auch das Zeitz Museum of Contemporary Art Africa (Zeitz MOCAA), eines der größten Museen für zeitgenössische Kunst in Afrika.

Nur wenige Schritte weiter steht der im gotischen Stil erbaute rote Clock Tower, 1882 komplettiert und somit eines der ältesten Gebäude im Hafen. Eine Schwenkbrücke ermöglicht Fußgängern den Eintritt zum alten Hafenbecken, wo rundum die historischen Gebäude detailgetreu restauriert oder im alten Stil neu gebaut wurden. Dieses Viertel von Kapstadt ist ein erklärtes Ziel ausländischer Touristen, die sich hier sicher bewegen können, denn eines ist klar: Als Urlauber sollte man sich unbedingt informieren, wo man Erkundigungstouren auf eigene Faust unternehmen sollte oder wo man sich besser geführten Touren anschließen sollte. Die Waterfront ist eine der Gegenden, die sich für selbstständige Entdeckungen eignen, wo es nette Lokale und Geschäfte gibt, wo sogenannte Shopping Malls mit schönen Waren zum Einkaufen einladen. Besonders zu empfehlen: Die Water Shed Mall, wo hauptsächlich afrikanische, sehr hochwertige Produkte angeboten werden.

An einigen Stellen gibt es Instagram Spots, das heißt gelbe Rahmen, die den Tafelberg, der in Kapstadt allgegenwärtig zu sein scheint, noch einmal so richtig gut in Szene setzen, falls man einen guten Platz zum Fotografieren sucht. Der Berg, etwa 1000 Meter hoch, war für Seefahrer immer ein Zeichen der Hoffnung - auf Wasser, Lebensmittel und Schutz nach langen Wochen auf See, ist ein Wahrzeichen der Stadt, das sich bei unserem Besuch in voller Pracht zeigt, wenngleich wir es erst im zweiten Anlauf hinaufschaffen. Der Wind, das himmlische Kind, vereitelt nämlich unseren ersten Versuch mit der Seilbahn, zum Wandern haben wir leider nicht genug Zeit eingeplant. Wir sind anderntags also nicht die Einzigen, die hoch hinaufwollen, müssen uns in einer langen Schlange gedulden, bis wir dann einen grandiosen Ausblick genießen dürfen.

Etwa sieben Minuten dauert die Fahrt mit der Gondel, die sich in dieser Zeit dreht und einen 360-Grad-Rundumblick ermöglicht. Oben angekommen, breitet sich die Kaphalbinsel zu unseren Füßen aus: Lions Head, Signal Hill, City Bowl, Devils Peak, die 12 Apostel und natürlich das Meer – es ist wirklich ein Wahnsinnsblick, ein richtiges Wow! Das Warten hat sich ausgezahlt, wenngleich uns die Zeit beim anschließenden Programmpunkt, dem Groot Constantia, ein wenig fehlt, denn nicht nur die Architektur des Weingutes, die Geschichte und die Weingärten rundum verdienen ebenso wie Verkostungen Beachtung, es zahlt sich aus, denn südafrikanische Weine genießen zu Recht international einen sehr guten Ruf. Die spektakuläre Kap-Weinregion und ihre exquisite Küche sind sogar ein guter Grund für eine eigene Reise!

Ein Abstecher nach Camps Bay sei unbedingt empfohlen, denn die Szenerie ist wirklich einmalig schön: weißer Sandstrand und die majestätischen Berge im Hintergrund – der Vorort direkt unterhalb der 12 Apostel hat sich zu einem der beliebtesten Urlaubsziele in der Region Kapstadt entwickelt. Entlang der Palmenpromenade finden sich unzählige Boutiquen und Restaurants, zum Beispiel das Surfshack, das nicht nur Köstlichkeiten auf den Tisch bringt, sondern auch eine wahrhaft umwerfende Aussicht bietet. Wer länger bleiben möchte, kann sich im The Marly einmieten, einem eleganten Boutiquehotel mit Spa. Die Zimmer mit Meerblick finde ich sehr ansprechend, das wäre meine erste Wahl, doch auch der Bergblick hat das gewisse Etwas. Mein Tipp: Länger bleiben, genießen!

Apropos Genuss: Momentan so ziemlich das beste Restaurant weit und breit heißt Salsify at the Roundhouse! Hier stimmt einfach alles, die Location, das Ambiente und natürlich besonders die sagenhafte Kulinarik, die Ryan Cole mit seinem Team an diesem schönen Platz auf den Tisch zaubert. Für ein siebengängiges Menü, das wirklich alle Stückerln spielt, wie man so schön sagt, muss man mit umgerechnet 75 Euro rechnen, die passende Weinbegleitung schlägt sich mit aufgerundet 44 Euro zu Buche, insgesamt also ein ganz gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Einziger Nachteil: Spontan einen Tisch zu ergattern ist wirklich reine Glückssache, besser schon im Vorfeld buchen, das zahlt sich aber aus, denn wer für Genuss etwas übrig hat, der wird diesen gelungenen Abend – übrigens unser letzter – stets in guter Erinnerung behalten und gerne wiederkommen!

Andrea Thomas, Kronen Zeitung

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