Wirbel wegen VAR

Coach Klopp: „Ich feiere keine Tore mehr“

Champions-League-Sieger Liverpool will seinen Erfolgslauf nach einem „brillanten“ Jahr auch 2020 fortsetzen. Zum Abschluss der 21. Runde der Fußball-Premier-League empfangen die „Reds“ am Donnerstag Sheffield United. Für Wirbel sorgt aber vor allem und wieder einmal der Video-Assistent-Referee (VAR).

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Erst am vergangenen Wochenende erregte der Video-Assistent (VAR) die Gemüter auf der Insel. Problem sind vor allem die mit bloßem Auge nicht zu sehenden Abseitsstellungen. Gegebene Treffer von Teemu Pukki (Norwich City) und Max Meyer (Crystal Palace) sowie Wolverhamptons Stürmer Pedro Neto wurden nachträglich aberkannt, weil der Torschütze oder der Vorlagengeber zuvor im Abseits gestanden haben soll - gemessen mit einer kalibrierten Linie, aber eigentlich nicht zu erkennen.

Tor-Klau
Wolverhampton hatte am Sonntag beim 0:1 in Liverpool besonders viel Pech. Vor dem Tor-Klau sorgte der VAR dafür, dass ein eigentlich abgepfiffener Liverpool-Treffer durch Sadio Mane anerkannt wurde. Erst entschied Schiedsrichter Anthony Taylor auf Handspiel von Vorlagengeber Adam Lallana. Dann folgte der Einspruch aus London. Doch zuvor spielte bereits Abwehrchef Virgil van Dijk den Ball mit der Hand. „Der Schiedsrichter meinte, er wäre zu weit weg gewesen“, schimpfte Wolves-Kapitän Conor Coady. „Es ist frustrierend, dass wir nur noch über den VAR reden. Er beeinflusst das Spiel.“

„Herumstehen ist nicht gut“
Auch Klopp machte am Sonntagabend nach dem zehnten Premier-League-Sieg in Serie seinem Ärger Luft und merkte an, dass er keine Tore mehr „feiere“. „Wir müssen warten, bis jemand sagt, dass es ein Tor ist“, erklärte der 52-Jährige. Zudem ärgert er sich über die langen Unterbrechungen während der Überprüfungen. „Wir haben Dezember, bald kommt der Jänner. Wenn die Spieler so lange herumstehen müssen, ist das nicht gut“, monierte Klopp.

So oder so soll das Überraschungsteam Sheffield die nächste Station auf der Reise zum ersten Meistertitel seit 30 Jahren sein. Der Vorsprung auf den Rest der Meute ist bereits enorm, dennoch mahnte Klopp. „Wir sind nur zur Hälfte dort, haben noch 19 Spiele vor uns. Wen kümmern die Punkte im Dezember? Wir haben nur den Grundstein gelegt, das ist alles“, sagte der Deutsche.

krone Sport
krone Sport
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Kommentare lesen mit
Jetzt testen
Sie sind bereits Digital-Abonnent?