18.12.2019 20:02 |

Mercedes-Zampano

Toto Wolff: „Vorher flieg‘ ich lieber zum Mars!“

Toto Wolff - erfolgreichster Motorsportchef in der Geschichte der „Königsklasse“ - kommt auch in der Vorweihnachtszeit nicht zur Ruhe. In der „Krone“ spricht der Mercedes-Boss über den Heiligen Abend und seine Wünsche sowie über das Ferrari-Gerücht und Schumachers Rekorde.

„Krone“: Termine in Wien, Tirol, Monaco, Stuttgart, München in dieser Woche - wie bewältigst du diesen Superstress?
Toto Wolff: Schwierig. Ich spür‘ mich gar nicht mehr, folge nur meinem Kalender. Ich befinde mich in einer Art Fernsteuermodus - aber es gilt, wichtige Dinge zu erledigen.

„Krone“: Kannst du wenigstens in der Weihnachtszeit etwas abschalten, zur Ruhe kommen?
Wolff: Das Gas-Runter-Konzept gibt es nicht. Mein „Performance-Arzt“ sagt, du brauchst Jahre, um dich in so ein Stresslevel hineinzuarbeiten und Jahre, um da wieder rauszukommen. Da helfen dir drei Wochen Urlaub nichts. Du musst während des ganzen Jahres Erholungsphasen einlegen.

„Krone“: Wie verbringst du den Heiligen Abend?
Wolff: Mit der ganzen Großfamilie, kleine Kinder, große Kinder - alle sind in Tirol. Ich bin aber nur froh, dass meine Frau die ganzen Geschenke besorgt

„Krone“: Was wünscht du dir unter den Christbaum?
Wolff: Ich habe heuer den Niki verloren, dazu ist am Abend nach unserer WM-Feier einer unserer jungen Ingenieure bei einem Autounfall ums Leben gekommen - daher ist es das Wichtigste, dass alle gesund bleiben, alles andere kann man sich wieder richten. Und: Ich wünsche mir ein wenig mehr Glück für all die Menschen, denen es nicht so gut geht.

„Krone“: Hast du bei der „Licht ins Dunkel“-Aktion um das Niki-Kapperl mitgesteigert?
Wolff: Nein, wenn einer 7200 Euro dafür zahlt, dann soll diese Person es auch haben. Ich möchte aber auch Danke an alle sagen, die für all diese Sport-Memorabilien an die 115.000 Euro gespendet haben. Das zeigt, dass die Österreicher das Herz an der richtigen Stelle haben.

„Krone“: Es wird viel über deine Zukunft spekuliert. Was hältst du davon, nach dem siebenten WM-Titel mit Mercedes 2021 gemeinsam mit Lewis Hamilton zu Ferrari zu gehen?
Wolff: Klingt wie ein guter Plan. Aber ich würde da lieber vorher noch etwas einschieben: Gemeinsam mit Lewis zum Mars fliegen und uns umschauen, ob man dort etwas gewinnen kann. Nein, bei aller Ernsthaftigkeit: Ich will 2020 mit Mercedes erfolgreich sein, was danach passiert, werde ich in den nächsten Monaten entscheiden.

„Krone“: Wird Hamilton im nächsten Jahr die fantastischen Schumacher-Rekorde, sieben Titel, 91 GP-Siege, knacken?
Wolff: Wenn wir ihm ein Auto hinstellen, das auf dem Niveau der anderen ist - es muss nicht besser sein - dann wird er es aufgrund seiner Qualitäten schaffen.

Richard Köck, Kronen Zeitung

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