31.10.2019 07:00 |

Vermögen aufbauen

Im Handumdrehen den Umgang mit Geld lernen

Money-Coach Bodo Schäfer hat zwei Weltbestseller geschrieben, darunter „Der Weg zur finanziellen Freiheit“ mit über zehn Millionen verkauften Exemplaren. Mit „Ein Hund namens Money“ lehrt Schäfer nun auch Kindern den Umgang mit Geld - und führt auch Erwachsene in finanzielle Unabhängigkeit und Wohlstand.

Spielerisch den Umgang mit Geld lernen - Bodo Schäfer weiß, wie es geht. In erzählerischer Form erklärt er hier die Prinzipien zum Aufbau eines Vermögens: Die 11-jährige Kira findet einen verletzten Labrador. Sie nennt ihn „Money“, da er aufhorcht, sobald ihre Eltern über ihre Geldsorgen sprechen. „Money“ entpuppt sich als echtes Finanzgenie und kennt die Gesetzmäßigkeiten des Reichtums. Er verrät Kira - und auch Ihnen -, wie man ertragreich spart, welche Strategien für die optimale Geldanlage vonnöten sind, wie Aktienfonds funktionieren und wie man erfolgreich Schulden abbaut.

Sparquote gesunken
Damit trifft Schäfer den Zahn der Zeit: Denn das Sparverhalten der Österreicher hat sich in den letzten zehn Jahren verändert, die Sparquote ist gesunken: Während 2009 noch 11,4 Prozent vom frei verfügbaren Einkommen gespart wurden, liegt der Wert im Jahr 2019 nur mehr bei 7,4 Prozent. Dabei bleibt die Einlage am Sparbuch trotz Niedrigzinsen die Nummer eins, Veranlagungen in Wertpapiere nehmen nur gering zu. Der Anteil der Fonds ist von 8,5 auf 4,3 Prozent praktisch halbiert worden, der Anteil der Anleihen stieg von 7,6 auf 9,0 Prozent.

In Aktien sind nur 3,7 Prozent des Geldvermögens veranlagt, vor zehn Jahren waren es gar nur 2,9 Prozent, geht aus Daten der Oesterreichischer Nationalbank (OeNB) hervor. Damit sind die bei Banken veranlagten Gelder erfasst, der Rest auf 100 Prozent entfällt auf Bargeld, Pensionskassenansprüche und Sonstiges. Das ergab eine repräsentative IMAS-Studie im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen im Oktober 2019*.

Österreicher sind vorsichtig
Der Grund für die ungebrochene Beliebtheit des Sparbuchs liege in der extremen Vorsicht der Österreicher, so Zadrazil, Vorstandsvorsitzender der UniCredit Bank Austria Anfang Oktober zur APA. Jedoch würden die heimischen Sparer aufgrund ihrer Risikoaversion jährlich reale Kaufkraftverluste in Milliardenhöhe erleiden. Zadrazil sieht die Aufgabe seiner Bank deshalb vor allem darin, die Schwellenängste der Österreicher abzubauen, beispielsweise könnten risikoarme Garantieprodukte „ein guter Brückenbauer“ sein.

Frauen haben mehr Berührungsängste
Wenn es um die Geldanlage geht, hätten Frauen immer noch größere Berührungsängste als Männer, so Angelika Slavik, Ko-Autorin des Buchs „Money Queen - Der Geldplan für Chaosgöttinnen“, im Gespräch mit der APA. Dies liege aber nicht nur am individuellen Risikoverhalten, sondern sei auch Resultat struktureller wirtschaftlicher Benachteiligungen.

Diese strukturelle Benachteiligung fange mit der Tatsache an, dass Mädchen weniger Taschengeld bekommen würden als Buben und spanne sich bis zum Gender-Pay-Gap. Dies führe dazu, dass Frauen weniger Geld sparen und anlegen, und in Folge auch weniger Geld im Alter zur Verfügung hätten. „Das ist eigentlich wahnsinnig ungerecht, so die SZ-Wirtschaftsredakteurin Slavik. Auch die hohe Teilzeitquote bei Frauen, die Kinder betreuen, trage dazu bei, dass weniger Einkommen zum Veranlagen zur Verfügung stehe.

Zurückhaltung am Finanzmarkt
Hinzu komme aber auch, dass Frauen eine große Zurückhaltung gegenüber Finanzmarkt-Themen an den Tag legen würden, da sie häufig das Gefühl hätten nicht genug Fachwissen zu besitzen. Die fachspezifische Sprache der Finanzwelt wirke oft abschreckend. “Man hat das Gefühl, die Finanzsprache wurde von Banken erfunden, damit man so wenig wie möglich versteht," sagte Slavik. Abhilfe könne durch mehr Finanzbildung geschaffen werden. Denn viele Schüler würden die Schule abschließen und hätten zwar viel wichtiges theoretisches Wissen, oft fehle ihnen aber der praktische Bezug.

*Im Durchschnitt gaben die Befragten an, dass sie rund 259 Euro monatlich sparen können. Die Sparmotive wurden ebenfalls ermittelt: Der Notgroschen bleibt das Hauptmotiv fürs Sparen mit 82 Prozent, vor zehn Jahren waren es mit 84 Prozent nur etwas mehr. Ein deutlicher Rückgang ist beim Thema Altersvorsorge zu sehen: Gaben im Jahr 2009 noch 56 Prozent der Befragten an, dass sie dafür Geld zur Seite legen, sind es 2019 nur mehr 40 Prozent. Für Urlaubsreisen wollen 31 Prozent sparen, nach 22 Prozent vor zehn Jahren. Größere Anschaffungen wie Haus, Wohnung oder Auto sind für 49 Prozent das Sparmotiv, vor zehn Jahren waren es nur 42 Prozent.

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