24.09.2019 11:01 |

Alarmierendes Ergebnis

Pornografie und Naziparolen in Kinder-Handyspielen

Erschreckendes Ergebnis einer Untersuchung der Stiftung Warentest von Handyspielen für Kinder: Von 14 geprüften Games wurden 13 als inakzeptabel eingestuft. Die Tester stießen auf Verweise auf Pornoseiten, Mitspieler mit rechtsextremen Pseudonymen wie „SiegHeil“ und ein Spiel, in dem „böse Juden“ getötet werden sollen.

Die untersuchten Spiele heißen „Minecraft“, „Clash of Clans“, „Brawl Stars“ oder „Fortnite“. Geprüft wurde aus der Perspektive zehnjähriger Kinder. Die Ergebnisse sind alarmierend: 13 Spiele bieten inakzeptablen Kinderschutz, das am wenigsten schlimme - „Pokémon Go“ - stuften die Tester als bedenklich ein. In einer App für Sechsjährige gab es demnach Werbung für ein Spiel, „in dem unablässig Menschen erschossen“ werden, in anderen Apps fanden sich Naziparolen und Verweise auf Pornoseiten.

Teure In-App-Käufe
Kritik gab es bei vielen Apps auch an Anreizen zu teuren In-App-Käufen, etwa für Rohstoffe oder Kostüme für Spielfiguren. Teilweise würden Nutzer direkt oder indirekt zum Kauf aufgefordert, so die Konsumentenschützer. Bei „Angry Birds 2“ könnten Spieler demnach mit einem Kauf rund 110 Euro für virtuelle Edelsteine „verplempern“. Oft seien die Kosten sehr intransparent.

Unzulässige Klauseln
Die allgemeinen Geschäftsbedingungen der meisten Apps enthalten laut Stiftung Warentest zudem unzulässige Klauseln. So lasse sich etwa bestätigen, dass man einer Überwachung zustimmt und keine Privatsphäre erwartet. Die gesetzliche Forderung, die Hinweise und Informationen zum Datenschutz in einer einfachen und für Kinder verständlichen Sprache zu geben, erfülle keine einzige Datenschutzerklärung, erklärten die Konsumentenschützer.

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