10.07.2019 09:00

„Dota 2“ vs. „LoL“

„Auto Chess“: So funktioniert der neue Online-Hype

Was als Modifikation für Valves eSports-Hit „Dota 2“ angefangen hat, entwickelt sich gerade zum nächsten großen Hype in der Online-Gaming-Szene: „Auto Chess“. Valve selbst hat mit „Dota Underlords“ aus der Mod kurzerhand ein offizielles Spiel gemacht und „Dota“-Rivale „League of Legends“ zieht mit „Teamfight Tactics“ nach.

Auf den Schlachtfeldern von „Dota 2“ oder „League of Legends“ treten eine Vielzahl verschiedener Helden mit ganz unterschiedlichen Kampfstilen und Fähigkeiten auf isometrischen Karten gegeneinander an. Es triumphiert der, der seinen Helden taktisch klug einsetzt, seine Stärken und Schwächen kennt - und in der Hitze des Gefechts einen kühlen Kopf bewahrt und seinen Charakter sicher über das Schlachtfeld steuert.

In „Auto Chess“ lässt man die KI kämpfen
In der kostenlosen „Dota 2“-Modifikation „Auto Chess“ muss man seinen Helden nicht selber steuern, sondern lässt KI-Kämpfer in taktischen Rundenkämpfen aufeinander los. Jedem Spieler werden dabei zu Beginn zufällig verschiedene Helden mit unterschiedlichen Fähigkeiten angeboten, aus denen er wählen kann. Die Helden setzt er, wie ein Schachspieler seine Figuren, strategisch günstig auf das Spielfeld - und sieht zu, wie sie sich mit jenen des Gegners bekriegen.

Kämpfe gegen Nichtspielercharaktere, Items, Stufenaufstiege und die große Zahl verschiedenster Kämpfer verleihen dem Gameplay taktische Tiefe, auch wenn der Spieler seine Figuren nicht selbst steuert. Die „Dota 2“-Mod für bis zu acht Spieler schlug ein wie eine Bombe. Im Jänner veröffentlichte Entwickler Drodo Studio „Auto Chess“ als Mod, im Mai hatte man bereits mehr als acht Millionen Spieler.

Valve und Riot Games sehen großes Potenzial
Vom ursprünglichen Erfinder folgte wenig später eine Standalone-Fassung des Spiels, bei Valve hatte man den Erfolg der „Dota 2“-Mod ebenfalls mit Interesse verfolgt und mit der Entwicklung einer eigenen Variante begonnen. Seit 20. Juni wird „Dota Underlords“ nun kostenlos auf Steam angeboten. Die Benutzerreaktionen fallen sehr wohlwollend aus, Zehntausende Spieler messen sich bereits in „Dota Underlords“.

Kein Wunder, dass auch der große Rivale „League of Legends“ von Riot Games auf den Zug aufspringt. In „Teamfight Tactics“ - kein eigenes Spiel, sondern ein Modus in „League of Legends“ - geht es ganz ähnlich zur Sache wie in „Dota Underlords“, die Unterschiede liegen im Detail - dort Hex-Felder, hier quadratische wie beim realen Schach. Auch „Teamfight Tactics“ kann in einer Betaversion bereits kostenlos gespielt werden.

„Dota Underlords“ gibt es auch für das Smartphone
Wer sich im neuen Genre der „Auto Chess“-Games durchsetzen wird, ist angesichts dessen, dass der Trend noch recht jung ist und immer noch Fahrt aufnimmt, schwer zu sagen. Einen Vorteil gegenüber „Teamfight Tactics“ aus dem Hause Riot Games hat Valves „Dota Underlords“ allerdings schon einmal auf seiner Seite. Während „Teamfight Tactics“ ebenso wie „League of Legends“ nur unter Windows und macOS läuft, gibt es „Dota Underlords“ für Windows, macOS, Linux - und Smartphones mit Android- oder iOS-Betriebssystem, was den potenziellen Spielerkreis deutlich erweitert.

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