Sa, 25. Mai 2019
14.05.2019 11:55

Neue EU-Regelung

Wohin wir jetzt billiger telefonieren können

Ab 15. Mai wird das Telefonieren in die anderen EU-Länder reguliert. Die Minute darf dann maximal 22,8 Cent kosten.

Wer Familie oder Freunde in einem anderen EU-Land hat und sie anrufen möchte, kann das ab dem 15. Mai günstiger tun. Ab da reguliert die Europäische Union erstmals die Preise für Anrufe und SMS in andere EU-Länder: Es gilt dann eine Obergrenze (inklusive Umsatzsteuer) von maximal 22,8 Cent pro Minute beziehungsweise 7,2 Cent pro Textnachricht.

Johannes Gungl, Chef der Telekombehörde RTR: „Europa rückt näher zusammen. Es ist nicht mehr nötig, sich Gedanken zu machen, wo oder mit wem man im EU-Ausland telefoniert.“ Noch heuer soll die Regelung auch für Gespräche in die EWR-Länder Lichtenstein, Island und Norwegen kommen.

Roaming: Das müssen Sie jetzt wissen!

Kunden müssen sich um nichts kümmern
Die Preisregulierung gilt für Telekomverträge von Verbrauchern, sowohl für Festnetz wie Mobilfunk und auch für Wertkartentarife, die verbrauchsabhängig verrechnet werden. Die Umstellung erfolgt automatisch, die Kunden müssen sich um nichts kümmern. Wer ein Zusatzpaket mit Auslandsminuten oder SMS hat, zahlt die neuen Preise erst nach Verbrauch der inkludierten Mengen.

Roaming: So umgehen Mobilfunker neue EU-Regeln!

Doch wie viel können sich die Konsumenten tatsächlich sparen? Die „Krone“ hat bei Mobilfunkern nachgefragt, wie viel für Telefonate und Textnachrichten in die EU bis Mittwoch noch verlangt wird und wie hoch die Kosten in Nicht-EU-Länder sind:

  • Magenta-Chef Andreas Bierwirth (vorher T-Mobile) führte bei neuen Tarifen die EU-Deckelung bereits ein! Zudem sind Freiminuten ins Ausland, sogar in Länder wie Serbien, Bosnien, Türkei und USA, inkludiert. Bei alten T-Mobile-Tarifen zahlt man ins weltweite Ausland nach Verbrauch von Freimengen 99 Cent pro Minute.
  • A1-Boss Thomas Arnoldner verrechnet bei den Go!-Tarifen nach Verbrauch von Frei-Einheiten ebenfalls 99 Cent pro Minute und 35 Cent pro SMS.
  • Drei-Chef Jan Trionow verlangt bei den „Optimal“-Tarifen nach Aufbrauch der Freimengen 45 Cent pro Minute in die EU und für internationale SMS einheitlich 35 Cent brutto in alle Länder.
  • Michael Krammer von HoT: „Bei uns zahlen Kunden nicht mehr als 19 Cent in die EU, USA etc. Damit sind wir bereits 17 Prozent unter den nun geregelten Preisen!“
  • Spusu-Chef Franz Pichler: „Bei uns können alle Freiminuten ohne Zusatzkosten auch für Gespräche in die EU genutzt werden!“

Vergil Siegl, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Keine Eigenwerbung
Rapids B-Elf muss sich Altach 1:2 geschlagen geben
Fußball National
Tadic-Doppelpack
3:1! Hartberg hält die Klasse aus eigener Kraft
Fußball National
Tiroler steigen ab
Innsbruck siegt - und ist doch DER große Verlierer
Fußball National
DFB-Pokal im TICKER
LIVE: Bayern oder Leipzig: Wer siegt im Cupfinale?
Fußball International
Hafenecker: „Hetzjagd“
FPÖ kündigt die Auflösung von zwei Vereinen an
Österreich
Einschnitte nötig
Philipp Lahm - mit Firma am finanziellen Abgrund!
Fußball International
Das große Interview
„Es gibt nichts, wovor ich noch Angst habe“
Österreich

Newsletter