27.04.2019 07:41 |

Personalvertretung

Magistrat Salzburg wurde noch roter

Bereits vor fünf Jahren erreichte die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) bei der Personalvertreterwahl in der Stadt 83,6 Prozent. Mit einem neuen Spitzenkandidaten konnte dieses Sensationsergebnis noch einmal verbessert werden. Stadtchef Harald Preuner (ÖVP) nimmt’s gelassen zur Kenntnis.

„Wir waren in den vergangenen fünf Jahren immer für die Kolleginnen und Kollegen da“, sieht FSG-Spitzenkandidat Walter Fuchsbauer als Grund für das fast nordkoreanische Wahlergebnis.

Mehr als 84 Prozent, in Teilbereichen sogar fast 90 Prozent, seien ein „Signal an den Dienstgeber“ - sprich an die Politik, in der seit der Gemeinderatswahl am 10. März die ÖVP die stärkste Kraft ist.

Roter Triumph gegen die schwarze Mehrheit

Bürgermeister Harald Preuner erklärte zum roten Wahltriumph nur wenige Wochen nach seinem Sieg, er habe sich mit dem Ergebnis nicht wirklich beschäftigt. Gleichzeitig freue er sich über die Zugewinn für die ÖVP-Gewerkschafter – die FCG legte insgesamt von 14,3 auf 15,9 Prozent zu, weil die Freiheitlichen nicht mehr angetreten waren. Preuner: „Wir haben ein neues Team zusammengestellt. Das Ergebnis gibt Hoffnung für die nächste Wahl in fünf Jahren.“

Magistrats-Insider machen vor allem Zukunftsängste der städtischen Mitarbeiter für den Sieg der traditionell starken roten Gewerkschafter verantwortlich: Innerhalb der nächsten zehn Jahre gehen 54 Prozent der Stadt-Bediensteten in Pension. Der Nachwuchs sollte zum Teil schon längst ausgebildet werden, ist aber nicht in Sicht, das treibt vielen älteren Beamten Sorgenfalten ins Gesicht.

„Wir sehen das als unsere wichtigste Aufgabe für die Zukunft“, sagt Fuchsbauer zur bevorstehenden Pensionierungswelle. Seine zwei zentralen Forderungen:

…Die Stadt solle das Gehaltsschema des Landes übernehmen – mit höheren Einstiegsgehältern für junge Mitarbeiter und einer flacheren Gehaltskurve. Darauf hat sich auch die Politik bei den Parteiengesprächen verständigt.

…Die Stadt soll von Bauhof, Gärtnerei über Büros bis hin zur EDV-Technik verstärkt Lehrlinge ausbilden. Fuchsbauer: „Derzeit haben wir nur zehn. Dieser Bereich wurde stiefmütterlich behandelt.“

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger
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