Di, 23. April 2019
16.04.2019 10:07

Neuer Streik-Standort

Arbeitskampf bei Amazon wurde noch intensiviert

Im Arbeitskampf bei Amazon Deutschland haben in der Nacht auf Dienstag auch die Beschäftigten in Leipzig die Arbeit niedergelegt. Mit Beginn der Nachtschicht starteten sie einen 24-stündigen Ausstand, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte.

Am Montag war bereits an mehreren Amazon-Standorten in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz gestreikt worden. Teilweise sollen die Aktionen bis Donnerstag dauern. Bestreikt wird damit das Geschäft vor den Osterfeiertagen. Betroffen sind auch österreichische Kunden, die meist von Deutschland aus beliefert werden.

Streikleiter spricht von „krankheitsbedingten Kündigungen“
Mit dem Streik in Leipzig kämpfe die Belegschaft „für gesündere Arbeitsbedingungen, für Respekt und Anerkennung - und für einen Tarifvertrag“, teilte Verdi mit. „Es stinkt wie faule Eier, wenn das Management öffentlich von Arbeits- und Gesundheitsschutz spricht“, erklärte der Streikleiter bei Amazon in Leipzig, Thomas Schneider. In Wirklichkeit seien „krankheitsbedingte Kündigungen, Ausgliederungsmanagement statt Erhalt der Arbeit am Standort bis hin zum Pausenklau“ an der Tagesordnung.

Seit Jahren fordert Verdi eine Bezahlung der Beschäftigten des Onlineriesen nach den Tarifen des deutschen Einzelhandels. Amazon lehnt dies bisher ab und betont immer wieder, in seinen Logistikzentren werde am oberen Ende dessen gezahlt, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich sei.

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