04.04.2019 09:56 |

Wettlauf mit USA

Südkorea hat als erstes Land flächendeckend 5G

Früher als erwartet hat Südkorea als erstes Land der Welt ein flächendeckendes 5G-Netz in Betrieb genommen. Die drei großen Anbieter SK Telecom, KT und LG Uplus starteten ihre Dienste für den neuen Mobilfunkstandard am Mittwochabend um 23 Uhr. Ursprünglich hatten sie den Start erst für Freitag angekündigt.

Damit wollten die Anbieter dem technisch hoch entwickelten asiatischen Land offenbar den Titel als weltweiter 5G-Vorreiter sichern. Denn wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, lösten Spekulationen, der US-Anbieter Verizon könne seine 5G-Technologie womöglich früher als erwartet flächendeckend ausrollen, für hektische Betriebsamkeit in Südkorea. Verizon nahm am Mittwoch in den Städten Chicago und Minneapolis 5G-Dienste in Betrieb - eine Woche früher als ursprünglich angekündigt. Yonhap zufolge erfolgte der Start in Südkorea aber zwei Stunden früher.

SK Telecom teilte mit, die 5G-Technik sei stellvertretend für das gesamte Land zunächst für sechs Prominente aktiviert worden, darunter zwei Mitglieder der K-Pop-Band Exo und Eiskunstlaufheldin Kim Yuna. Sowohl KT und LG Uplus gaben an, zur selben Zeit an den Start gegangen zu sein. Für die breite Masse der Verbraucher soll die Technik ab Freitag verfügbar sein. Zur selben Zeit will der südkoreanische Smartphoneriese Samsung sein Modell Galaxy S10 5G in den Handel bringen.

5G soll den Austausch von Daten quasi in Echtzeit ermöglichen und dabei Übertragungsgeschwindigkeiten im Gigabitbereich erreichen - 20 Mal schneller als 4G (LTE). Für Nutzer bedeutet dies etwa, dass sie einen kompletten Film in weniger als einer Sekunde laden können.

Für Zukunftstechnologien entscheidend
Entscheidend ist 5G allerdings für eine Reihe von Zukunftstechnologien wie autonome Fahrzeuge oder vernetzte Fabriken. Einer Studie der in London ansässigen Industrieallianz Global System for Mobile Communications zufolge könnte sich der wirtschaftliche Vorteil durch den neuen Standard bis zum Jahr 2034 auf weltweit 565 Milliarden Dollar (rund 502,5 Milliarden Euro) belaufen. In Österreich hatte T-Mobile Ende März die ersten 5G-Mobilfunkstationen in Betrieb genommen. Österreichweit zählen 17 Gemeinden zu den Pionieren für den „Datenturbo“.

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