Bill Gates abgelöst

Telekom-Magnat Slim ist reichster Mensch der Welt

Digital
11.03.2010 10:39
Neue Rangordnung der Multi-Milliardäre: Der mexikanische Telekom-Magnat Carlos Slim ist zum reichsten Menschen der Welt avanciert. Der 70-Jährige erklomm laut "Forbes"-Liste in diesem Jahr mit einem Vermögen von 53,5 Milliarden Dollar erstmals den Thron der Superreichen. Damit verdrängte er Microsoft-Gründer Bill Gates (53 Milliarden Dollar) von der Spitze auf Platz zwei. An dritter Stelle steht mit 47 Milliarden Dollar US-Geschäftsmann Warren Buffett, der 2008 noch ganz oben stand.

Nach dem Krisenjahr 2009 kommt Slim laut den am Mittwoch veröffentlichten Berechnungen des US-Wirtschaftsmagazins "Forbes" auf ein Vermögen von 53,5 Milliarden Dollar (39,2 Milliarden Euro), Gates auf 53 Milliarden Dollar. Die Top Ten der heurigen Liste bringen ein Vermögen von insgesamt 342 Milliarden Dollar zusammen. Im vergangenen Jahr waren die zehn Führenden unter den Superreichen "nur" 254 Milliarden wert.

US-Geschäftsmann Warren Buffett, der 2008 noch ganz oben stand, belegt heuer mit 47 Milliarden Dollar Rang drei. 2009 hatte die Finanzkrise Buffetts Vermögen auf 37 Milliarden geschrumpft, Gates lag damals mit 40 Milliarden Dollar an der Spitze. Slim lag 2009 bei einem Vermögen von 35 Milliarden Dollar.

40 Prozent der Superreichen kommen aus den USA
Mit Slim, dessen Gesellschaft America Movil zum größten Mobiltelefonanbieter in Lateinamerika aufstieg, geht der Titel des reichsten Menschen erstmals seit 1994 nicht an einen US-Bürger und, wie es bei "Forbes" heißt, zum ersten Mal an einen Unternehmer aus einem Enwicklungsland. Dennoch sind die USA das Land, in dem mit Abstand die meisten Milliardäre leben: 403 US-Milliardäre zählte "Forbes" - damit leben 40 Prozent der Superreichen in den USA.

Europa kann 248 Milliardäre aufweisen. Reichster Europäer ist der Franzose Bernard Arnault (27,5 Milliarden Dollar). Dem 61-Jährigen gehört der Luxusgüterkonzern Louis Vuitton-Moët Hennessy (LVMH). Auf der "Forbes"-Liste steht Arnault auf Platz sieben. Zweiter Europäer unter den Top Ten ist der Spanier Amancio Ortega (25 Milliarden Dollar), Besitzer der Mode-Kette Zara - der 74-Jährige rangiert auf Platz neun vor Aldi-Eigentümer Karl Albrecht, dessen Bruder Theo es in diesem Jahr nicht unter die 20 Reichsten schaffte.

New York und Moskau sind Top-Adressen für Milliardäre
Im Ländervergleich kann China mit den meisten Milliardären nach den USA aufwarten: 64 kommen aus dem Riesenreich, zusammen mit Hongkong sind es sogar 89. Russland steht mit 62 Milliardären auf Platz drei. Im Städte-Ranking ist New York die Top-Adresse für Milliardäre (60), gefolgt von Moskau (50) und London (32).

Zu den Aufsteigern gehören die Asiaten. Allein zwei Inder finden sich in den Top Ten: Öl-Unternehmer Mukesh Ambani (29 Mrd. Dollar) und Stahl-Magnat Lakshmi Mittal (28,7 Mrd. Dollar). Insgesamt zählt Asien inzwischen nur noch 14 Milliardäre weniger als Europa.

"Die Weltwirtschaft erholt sich. Die Finanzmärkte sind wieder da, vor allem die Märkte der Schwellenländer", sagte Chefredakteur Steve Forbes. Der weltweite Wohlstand habe im Jahresvergleich um 50 Prozent zugenommen. Insgesamt zählte "Forbes" weltweit 1.011 Milliardäre in 55 Ländern, 218 mehr als im vergangenen Jahr; im Jahr vor der Krise waren es jedoch noch 1.125. Das Vermögen war bei fast allen Milliardären durch die Finanzkrise deutlich geschrumpft.

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