12.03.2019 16:44 |

Seiten aus 12 Ländern

Reporter ohne Grenzen entsperrt zensierte Medien

Die internationale Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) hat anlässlich des Welttags gegen Cyber-Zensur bekanntgegeben, dieses Jahr drei weitere staatlich zensierte Webseiten von Medienunternehmen entsperrt zu haben. Die „Operation Collateral Freedom“ genannte Aktion habe bereits Millionen von Menschen den Zugang zu freien Nachrichten ermöglicht.

„Diese Aktion ermöglicht es, Nachrichten zu lesen, von denen Machthabende nicht wollen, dass sie gelesen werden. Unzählige Menschen, die sonst keinen Zugang zu unabhängiger Information hätten, profitieren davon“, wird Rubina Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich, in einer Aussendung zitiert. Nachrichten empfangen zu können, sei wesentlich für eine Demokratie.

142 Millionen Besuche auf 19 Websites
Die Entsperrung funktioniere über eine als Website-Mirroring bekannte Technik, bei der die Inhalte der Originalwebsite auf eine andere kopiert werden. Seit Start der Aktion vor vier Jahren, hat ROG nach eigenen Angaben insgesamt 142 Millionen Besuche auf den 19 entsperrten Webseiten registriert. Die drei zusätzlich entsperrten Webseiten sind der Organisation zufolge ALQST (Advocating for Human Rights), die sich gegen Menschenrechtsverbrechen in Saudi-Arabien engagiert und darüber berichtet, Safenewsroom.org in Pakistan, die vor allem über Medienzensur in Pakistan berichten und China Digital Times, die Infos aus und über China anbietet.

Websites aus 12 Ländern entsperrt
Die insgesamt 22 entsperrten Nachrichtenseiten decken demnach insgesamt 12 Länder ab, darunter China, Saudi-Arabien, Iran und Vietnam. Die Aktion helfe Bürgern sich zu informieren, obwohl ihre Regierungen keine Pressefreiheit zulassen, teilte ROG mit. Die erstellten Kopien seien Duplikate der Seiten, die laufend und in Echtzeit mit den Originalen synchronisiert werden. Sie würden von führenden Internetfirmen wir Fastly, Amazon oder OVH gehostet.

„Für die Regime ist es schwer, den Zugang zu diesen Seiten zu blockieren ohne sich von den wichtigen Dienstleistungen abzuschneiden, die diese Firmen anbieten“, begründete ROG die Vorgehensweise. „Die von ROG zugänglich gemachten Websites ebenfalls zu zensieren, würde für die Regierungen also erhebliche Kollateralschäden verursachen. Daher auch der Name #CollateralFreedom.“

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