26.06.2019 06:40 |

Notfallpaket

Was auf jeden Fall in die Reiseapotheke muss

Klimawechsel, fremde Speisen und andere hygienische Bedingungen können den Urlaub trüben und kleinere wie größere Wehwehchen verursachen. Wer die Ferien genießen und entspannt verreisen will, sorgt mit einer gut sortierten Reiseapotheke optimal für Krankheitsfälle oder kleinere medizinische Notfälle vor.

Auch im Urlaub kann das Immunsystem auf einmal streiken, der Hals kratzen oder das Verdauungssystem rebellieren. Nicht immer ist dann die korrekte und vor allem schnelle Versorgung durch einem Arzt möglich. Damit Sie schnell wieder zu ungetrübter Urlaubsfreude zurückfinden, sollte eine gut ausgerüstete Erste-Hilfe-Box ins Gepäck - nicht nur auf Fernreisen.

Die „Must Haves“ in jeder Reiseapotheke:

  • Haut: Pflaster und (Fieber-)Blasenpflaster, Verbandszeug, eine elastische Binde und Kühlkompressen sowie Schere, Pinzette, Wunddesinfektionsmittel, eine Wund- und Heilsalbe (Verstauchungen, Prellungen) gehören zur Basisausstattung
  • Magen: Es empfiehlt sich, ausreichend Arzneimittel gegen Reiseübelkeit, gegen Verdauungsprobleme wie Durchfall, Verstopfung, Sodbrennen, Übelkeit und Erbrechen, Kreislaufbeschwerden mitzuführen. Tipp: Um das Riskiko für Darminfektionen zu senken, verzichten Sie am besten auf offene Getränke, Speiseeis und Salate und trinken Sie nur Wasser aus Flaschen oder Dosen
  • Schmerzstiller: Tabletten gegen Fieber, Kopf-, Zahn- und Mestruationsschmerzen, Allergien und Juckreiz (Insektenstiche!). Eventuell - in Absprache mit dem Arzt - ein Breitbandantibiotikum für Notfälle einpacken
  • Schnupfen: Auch ein Fieberthermometer und Medikamente gegen Grippe, Husten, Heiserkeit, Halsschmerzen und Schnupfen sowie Augen-, Ohren-, Nasentropfen (v.a., wenn mit Zugluft und Klimaanlagen zu rechnen ist) und ein Elektrolytpräparat sollten mit
  • Hygiene: Weiters sollten Verhütungsmittel wie Kondome sowie Hygieneartikel (Tampons, Binden, Feuchttücher) in eine Reiseapotheke integriert werden, empfehlenswert sind auch Mittel gegen Harnwegsinfekte/Pilzinfektionen
  • UV-Schutz: Sonnenschutz, abgestimmt auf Ihren Hauttyp und Urlaubsort, sowie After-Sun-Pflege (Sonnenbrille, Kappe) und eine Brandsalbe sind auf Reisen unabdingbar
  • Thrombose: Menschen mit erhöhter Neigung zu Blutgerinnseln sollten auch an Thromboseprophylaxe denken
  • Diabetes: Insulinvorräte sollten auf mehrere Gepäcksstücke aufgeteilt werden, falls ein Koffer verloren geht.
  • Vorbeugung: Wer unter Krampfadern, Herzproblemen, starkem Übergewicht leidet oder familiär vorbelastet ist, sollte seinen Arzt fragen, ob und in welcher Form eine medizinische Vorbeugung notwendig ist
  • Sonstiges: Watte und Gehörschutz (Ohropax) können im Urlaub gute Dienste erweisen, ebenso wie ein Nackenpolster oder Schlafmaske

Wichtig: Gibt es hier bereits Medikamente, mit denen Sie gute Erfahrungen gemacht haben, sollten sie diese von daheim mitnehmen und sich nicht vor Ort auf Experimente einlassen. Fast alle Medikamente müssen eher kühl gelagert werden und dürfen keiner Hitzeeinwirkung ausgesetzt werden.

Beachten Sie bei der Einnahme von Medikamenten eine eventuelle Zeitverschiebung!

Genügend „seiner“ Arzneien mitnehmen
Dabei sein sollten außerdem in jedem Fall alle Medikamente, die auch zu Hause genommen werden (z. B. Diabetes, Schilddrüsenerkrankung, etc.) - und das in ausreichender Menge. Denn das Nachkaufen im Urlaubsland wird oft ein teures Vergnügen. Zudem ist nicht sicher, dass es dasselbe Medikament dort überhaupt gibt. Tipp: Am besten im Handgepäck verstauen, damit man sie jederzeit griffbereit hat.

Wichtig: Achten sie bei rezeptpflichtigen Medikamenten darauf, dass Sie ein nach Möglichkeit ein mehrsprachiges Attest mit sich führen, das es ermöglicht, problemlos durch den Zoll zu kommen. Beim Mitführen von Nadeln ist stets höchste Vorsicht geboten. Am besten, Sie beraten sich vor dem Urlaub mit Ihrem Arzt!

Versorgung auch für die Kleinsten
Wer mit Kindern verreist, sollte die Reiseapotheke auf die Kleinen abstimmen und gegen Fieber und Schmerzen eigene Arzneimittel und Präparate für Kinder mitnehmen. Da manche Kinder auf das Essen im Urlaubsort mit Durchfall oder Erbrechen reagieren, empfehlen die Apothekerinnen und Apotheker die Mitnahme von speziellen Kinder-Elektrolytpräparaten, um gegebenenfalls ein „Austrocknen“ zu verhindern.

Impfungen checken
Informieren Sie sich zeitgerecht beim Hausarzt bzw. Institut für Tropenmedizin, ob für Ihr Urlaubsland bestimmte Empfehlungen hinsichtlich Prophylaxe-Maßnahmen bestehen. Beachten Sie, dass bei empfohlenen Schutzimpfungen eine gewisse Vorlaufzeit einzuhalten ist. Bei Fernreisen sollten Sie daher rechtzeit mit der Vorbereitung beginnen.

Was muss noch mit?
Ins Reisegepäck gehören selbstverständlich die E-Card, medizinische Dokumente wie Impfpass, Diabetikerpass oder Allergiepass und alle Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden müssen. Ein Blutgruppenpass kann im Notfall Leben retten!

Reiseversicherung andenken
Vielerorts vesteht kein Sozialversicherungsabkommen hinsichtlich der Abrechnung von medizinischen Behandlungskosten zwischen Österreich und dem besuchten Urlaubsland. Der Abschluss einer Reisekranken- und Unfallversicherung einschließlich Krankentransportkosten wird daher dringend empfohlen.

Beachten Sie auch die Informationen und Reisewarnungen des BMEIA. Auch bietet das Außenministerium eine Reiseregistrierung an. Letztere bietet Ihnen im Krisenfall zusätzliche Sicherheit.

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