Mi, 20. Februar 2019
16.01.2019 10:59

Kopfgeld ausgesetzt

Wer als Erster den Tesla hackt, kriegt einen Tesla

Der Elektroauto-Spezialist Tesla hat 900.000 US-Dollar Kopfgeld auf Sicherheitslücken in seinen Hightech-Autos ausgesetzt. Auf einem im März stattfindenden Hacker-Event in Kanada will das US-Unternehmen ein Model 3 für Versuche zur Verfügung stellen und die Entdeckung von Sicherheitslücken äußerst reich belohnen. Wer den Tesla am schnellsten knackt, bekommt einen geschenkt.

Solche Bug-Bounty-Programme sind in der Welt der IT an sich nichts Besonderes. Auch Firmen wie Microsoft, Facebook oder Google zahlen Prämien, wenn ein IT-Sicherheitsforscher ihnen eine Lücke in ihren Produkten meldet. Tesla komprimiert sein Bug-Bounty-Programm nun auf einige Tage zusammen und hat 900.000 Dollar Preisgeld für Hacker ausgeschrieben, die im März im kanadischen Vancouver bei der IT-Sicherheitskonferenz CanSecWest den Tesla knacken.

250.000 US-Dollar für kritische Lücken
Preisgelder soll es für die Hacker etwa dann geben, wenn sie sich Zugriff zur WLAN- oder Bluetooth-Verbindung des Model 3 verschaffen können. Schon für solche weniger gefährlichen Hacks gibt es bis zu 60.000 Dollar. Für schwerere Sicherheitslücken, bei denen besonders kritische Systeme des Elektroautos manipuliert werden, gibt es bis zu 250.000 US-Dollar. Und die erste Lücke, die bei der Konferenz überhaupt im Model 3 entdeckt wird, will man mit einem neuen Tesla belohnen.

Bewerb hat erstmals „Automotive“-Kategorie
Es ist das erste Mal, dass es auf der renommierten Hacker-Konferenz beim vom japanischen Antivirenspezialisten Trend Micro veranstalteten Bewerb „Pwn2Own“ eine eigene „Automotive“-Kategorie gibt. Und mit Tesla habe man auch genau den richtigen Partner dafür an Land gezogen, freut man sich bei Trend Micro.

Tesla Model X wurde schon einmal gehackt
Dass die Hacker in die Systeme des Model 3 schlüpfen können, ist nicht unrealistisch, Auto-Hacks gab es immerhin schon mehrmals. Zuletzt verschafften sich etwa Hacker aus China Zugriff zu einem Tesla Model X. Und auch abseits der angesagten Tesla-Welt haben Hacker bereits zugeschlagen und die Lenkung eines vernetzten Jeep sabotiert. Solche Aktionen zeigen: Hacker mit bösen Absichten machen Autos ganz schnell zur tödlichen Waffe. Kein Wunder also, dass die Hersteller viel Geld in die Sicherheit ihrer Autos stecken.

 krone.at
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