Spaniens Enrique:

„Normal wäre gewesen, die Mannschaft umzubringen“

Es war die erste Heimniederlage in einem Pflichtspiel seit 15 (!) Jahren. Und dennoch ist Spanien nach der 2:3-Niederlage gegen England Feuer am Dach. Dass aus dem 0:3 zur Pause zumindest noch ein eine vom Ergebnis her erträgliche Pleite wurde, erklärte Teamchef Luis Enrique auf spezielle Weise: „Normal wäre gewesen, die Mannschaft umzubringen. Aber ich habe sie in der Pause aufgebaut.“ Offenbar hat‘s - zumindest partiell - geholfen.

Auch interessant: „Man hätte wahrscheinlich erwartet, dass es mir zur Halbzeit schlecht ging - aber mir ging es richtig gut“, erklärte der bis vor Kurzem noch als Heilsbringer gefeierte spanische Teamchef: „Ich habe den Spielern zur Halbzeit gesagt: Große Nationen müssen leiden.“

Auf die vielfach erhoffte und medial kolportierte Brandrede in der Pausenansprache habe er bewusst verzichtet. Begründung: „Ich musste die Mannschaft aufbauen und sie wieder positiv stimmen.“ Zumindest mit der Reaktion seiner Schützlinge in der zweiten Halbzeit sei er dann doch zufrieden gewesen.

England wackelte, hielt aber
Raheem Sterling (16., 38.) und Marcus Rashford (30.) hatten in Sevilla schon zur Pause für eine verdiente Führung gesorgt, die nach einem Treffer von „Joker“ Paco Alcacer (58.) und viel spanischem Druck zwar noch wackelte, letztlich aber hielt. Alcacer, der in zuvor 14 Länderspielen acht Tore erzielt hatte, blieb zunächst auf der Bank und musste mit ansehen, wie die Gastgeber von den Engländern schwindlig gespielt wurden. Erstmals in ihrer Fußball-Geschichte lagen die Spanier, die das Hinspiel mit 2:1 gewonnen hatte, in einem Pflichtspiel zur Pause daheim so klar in Rückstand. Nach 57 Minuten wurde Alcacer von Trainer Luis Enrique eingewechselt und stand gerade 96 Sekunden auf dem Platz, als ihm völlig ungedeckt der Kopfball-Treffer zum 1:3 gelang. Für den Schlusspunkt sorgte Sergio Ramos in der achten Minute der Nachspielzeit.

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