Mo, 15. Oktober 2018

Dennoch veröffentlicht

09.10.2018 10:09

Windows Update: Probleme waren seit Wochen bekannt

Das Oktober-Update, mit dem Windows 10 neue Tricks hätte lernen sollen, entwickelt sich für Microsoft immer mehr zur Farce. Nachdem der Softwarekonzern das Update zurückziehen musste, weil es auf vielen PCs private Dokumente vernichtete, wird nun langsam klar: Microsoft wusste seit Monaten von diesen Problemen. Dass man das Update trotzdem veröffentlicht und damit die Daten der Nutzer bewusst in Gefahr gebracht hat, sorgt bei vielen Anwendern für Wut.

Tatsächlich scheint im Zusammenhang mit dem neuen Update die Microsoft-Qualitätskontrolle ziemlich versagt zu haben, schreibt Microsoft-Kenner Martin Geuß auf drwindows.de. Immerhin seien bereits vor Monaten die ersten Meldungen über gelöschte Dokumente eingegangen, als das Update im Zuge des „Windows Insider“-Programms von Betatestern begutachtet wurde.

Wie es weiterging, ist bekannt. Microsoft veröffentlichte das Update offenbar trotz der bekannten Fehler und begann Ende letzter Woche damit, es per Windows-Update automatisch an die Nutzer zu verteilen. Als sich Meldungen häuften, dass Dateien gelöscht wurden, zog der Konzern die Notbremse.Wer zu diesem Zeitpunkt bereits Daten verloren hatte, wurde an den Microsoft-Support verwiesen.

Hat das Insider-Programm so überhaupt noch Sinn?
Beobachter fragen ob dieser Vorgänge, ob die Qualitätskontrolle bei Microsoft noch zuverlässig genug arbeitet oder ob das Insider-Programm in dieser Form abgeschafft werden könnte. Generell sei die Zahl der Betatester mit einem Prozent der Windows-Nutzer, die am Insider-Programm teilnehmen, wohl etwas zu gering, um als echte Qualitätskontrolle zu gelten, schätzt man die Lage bei „Dr. Windows“ ein.

Dort glaubt man allerdings auch, die potenziellen Folgen dieser schleißigen Qualitätskontrolle zu kennen. Wenn im Windows-Insider-Programm entdeckte Fehler nicht korrigiert werden, sondern ein Update erst auf die Windows-User „losgelassen“ werde, um es später wieder zurückzuziehen, dann sei im Grunde längst der Nutzer der Betatester - und nicht mehr der, der sich bewusst dafür entschieden hat.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger

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