Mi, 19. Dezember 2018

1:46 Minuten voran

16.09.2018 19:59

Simon Yates erstmals Vuelta-Gesamtsieger

Simon Yates hat sich mit 1:46 Minuten Vorsprung vor dem Spanier Enric Mas souverän den Sieg bei der 73. Vuelta gesichert und sich für die Niederlage beim Giro d‘Italia rehabilitiert. Damit ging nach der Italien-Rundfahrt (Chris Froome) und der Tour de France (Geraint Thomas) auch die dritte große Länder-Rundfahrt in dieser Saison an einen britischen Radprofi

Die 21. und letzte Vuelta-Etappe am Sonntag in Madrid gewann nach 100,9 Kilometern Elia Viviani im Massensprint vor dem dreimaligen Weltmeister Peter Sagan. Damit sicherte sich der Italiener seinen dritten Tageserfolg. Mit 18 Saisonsiegen ist Viviani der im Moment erfolgreichste Radprofi 2018.

„Ich hatte noch eine Rechnung offen - das ist jetzt erledigt“, sagte Yates im Rückblick auf den Giro, bei dem ihm sein Landsmann Froome durch ein sagenhaftes Solo drei Tage vor Schluss noch das Rosa Trikot abgenommen hatte. „Ich habe daraus gelernt, bin die Vuelta ruhiger angegangen. In der entscheidenden letzten Woche hatte ich dann mehr Kraft“, sagte der Vuelta-Sieger, der sich überschwänglich bei seinem Team bedankte. Nach dem Froome-Double aus Tour und Vuelta im Vorjahr geben die Briten saisonübergreifend seit fünf Rundfahrten den Ton an.

Die spanische Presse schrieb dem 26 Jahre alten Kletterspezialisten Yates, der sich jetzt auf die Straßen-WM am 30. September in Innsbruck konzentriert, scherzhaft magische Kräfte zu: „Er hat vier Beine“. Das war eine Anspielung auf seinen Zwillingsbruder Adam, der ihm stets zur Seite stand.

So auch am letzten schweren Tag beim Schlussanstieg in Andorra auf den Coll de la Gallina, auf dem sich Simon Yates problemlos 23 Sekunden Rückstand auf die Vuelta-Entdeckung Mas leisten konnte. Auf Rang drei im Gesamtklassement fuhr nach insgesamt 3.249 Kilometern der Kolumbianer Miguel Angel Lopez (+2:04 Minuten).

„Mir ist es in dieser Vuelta gelungen, auf der Straße die richtige Wahl zu treffen, in den wichtigen Momenten ruhig zu bleiben und nicht in zu aggressivem Stil zu fahren“, lautete die Analyse von Yates.

Als einziger Österreicher erreichte Matthias Brändle das Ziel. Der Zeitfahrspezialist, der mit Helferdiensten ausgelastet war, erreichte das Ziel als Letzter der 158 klassierten Fahrer. Seine Landsmänner Hermann Pernsteiner (nach Sturz), Lukas Pöstlberger (zur Heim-WM-Vorbereitung) und Georg Preidler (Zahnschmerzen) beendeten die Rundfahrt vorzeitig.

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