Di, 18. September 2018

Bohrte sich ins Herz

24.08.2018 09:54

Akku explodiert im Ladegerät: 26-Jähriger getötet!

Bei der Explosion eines Akku-Ladegeräts ist ein Mann in Hamburg tödlich verletzt worden. Ein Teil des Geräts - offenbar der zum Laden eingelegte AA-Akku - sei in die Luft geschleudert worden und habe den 26-Jährigen regelrecht durchbohrt, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Rettungskräfte hatten ihn am Mittwoch noch am Unfallort wiederbelebt und ins Krankenhaus gebracht, wo er schließlich seinen Verletzungen erlag.

Nach Angaben der Polizei handelte es sich um ein Ladegerät für Lithium-Akkus, das Platz für zwei Batterien der Größe AA bietet, wie sie etwa in kleinen Weckern, Kinderspielzeug und Fahrradleuchten eingesetzt werden. In der Regel sind solche Geräte recht klein und kompakt. Aus welchem Grund das Ladeinstrument mit einer solchen Wucht explodiert ist, war am Donnerstagnachmittag zunächst unklar.

Der Vorfall - nach Informationen der „Bild“-Zeitung soll sich der Akku regelrecht ins Herz des Unfallopfers gebohrt haben - ereignete sich in einem Bürogebäude im Stadtteil St. Pauli. Nach Angaben der Feuerwehr wurden rund 25 Zeugen des Vorfalls vom Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes psychologisch betreut.

Akkus bergen geringes, aber allgegenwärtiges Risiko
Schwere Unfälle mit Akkus und Batterieladegeräten machen immer wieder Schlagzeilen. Besonders betroffen waren Samsung-Kunden im Jahr 2016, als die südkoreanische Firma den Verkauf seines Modells Galaxy Note 7 wegen Brandgefahr weltweit stoppen musste. Laut Experten fingen die Geräte wegen überhitzter Akkus Feuer.

Ein fehlerhaftes Handy-Ladegerät war im Juni 2014 der Auslöser eines tödlichen Unfalls in Sydney. Nach Medienberichten erlitt eine 28-Jährige einen Stromschlag, während sie ihr Mobiltelefon via USB-Anschluss am Laptop auflud. Ihre Leiche wurde mit Kopfhörern in den Ohren gefunden. Die Frau hatte Verbrennungen an Ohren und Brust. Ein ähnlicher Unfall ereignete sich erst kürzlich in Brasilien.

 krone.at
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