Mi, 26. September 2018

Digitalisierung

16.08.2018 14:20

Schüler gegen generelles Handyverbot in Österreich

Bundesschulsprecher Harald Zierfuß und der Bundesobmann der VP-nahen Schülerunion, Tobias Hofstätter, haben sich gegen ein generelles Handyverbot an Österreichs Schulen ausgesprochen. Schüler sollten auf die digitalisierte Welt vorbereitet werden, mit einem Verbot geschehe das Gegenteil, betonten sie am Donnerstag.

Frankreich führt im Herbst ein gesetzliches Handyverbot an Schulen ein, ab dann müssen Mobiltelefone von allen Kindern und Jugendlichen in Vor-, Grund- und weiterführenden Schulen, also von drei bis 15 Jahren, zu Hause bleiben. Was bei vielen Schülern für besonderen Unmut sorgt: Das Verbot gilt grundsätzlich auch in den Pausen und auch außerhalb der Klassenzimmer. Französische Gymnasien haben die Möglichkeit, ebenfalls ein Handyverbot einzuführen, sind aber nicht dazu verpflichtet.

In Österreich hat das Bildungsministerium bereits betont, ein solches Verbot für nicht sinnvoll zu erachten. Auch Bundesschulsprecher Zierfuß spricht sich nun dagegen aus: „Mit einem Verbannen der Handys aus den Schulen stoppt man die Digitalisierung nicht, man verschließt die Augen davor“, betont er. Statt eines Verbots plädiert Zierfuß für eine verstärkte Aufklärung und dafür, Betroffene miteinzubeziehen. Hofstätter erinnerte daran, dass der Schulgemeinschaftsausschuss an jedem Schulstandort die Kompetenz habe, die Handyregelung so zu ändern, wie es benötigt wird.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.