7600 Meter abgesackt

E-Zigarette im Cockpit: Kopilot löst Sturzflug aus

Ausland
13.07.2018 14:39

Ein Kopilot hat in China den Sturzflug eines Flugzeugs ausgelöst - weil er am Arbeitsplatz seine Sucht nicht im Griff hatte. Er gönnte sich ein paar Züge aus seiner E-Zigarette. Damit der Rauch nicht in die Kabine zieht, wollte er den Ventilator abstellen. Da er dabei gleich zwei falsche Knöpfe drückte, sackte die Maschine mehr als 7600 Meter ab. Statt nach dem dramatischen Zwischenfall den nächsten Flughafen anzusteuern, wurde der Flug einfach fortgesetzt, als wäre nichts geschehen.

Die Boeing 737 war am Dienstag erst eine halbe Stunde in der Luft, als dem Kopiloten der Fehler passierte. Statt wie gewünscht den Ventilator auszuschalten, würgte er die Klimaanlage ab. Daraufhin fiel der Kabinendruck, es gab einen Höhenalarm und die Maschine ging zwangsweise in den steilen Sinkflug über. Die Sauerstoffmasken fielen von der Decke, als das Flugzeug von 10.600 auf 3000 Meter Höhe abfiel.

(Bild: AFP)

Auf dem Flug von Hongkong nach Dalian waren 153 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder an Bord. Das Flugzeug kletterte später wieder auf normale Flughöhe und setzte den insgesamt mehr als dreistündigen Flug nach Dalian fort, statt zum nächsten Flughafen zu fliegen. Von Verletzungen wurde nicht berichtet.

Experten kritisierten die Entscheidung zum Weiterflug, weil die Sauerstoffreserven für einen neuerlichen Druckabfall nicht mehr ausgereicht hätten. Warum der Pilot seinen Kopiloten nicht daran hinderte, die E-Zigarette zu rauchen, wurde nicht berichtet. Die Luftfahrtbehörde kündigte „ernste Konsequenzen“ an.

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