Sa, 18. August 2018

Emotional berührt

07.07.2018 10:40

Rapid: „Alar nicht mit Geld erschlagen!“

Rapid nimmt den ÖFB-Teamstürmer bis 2022 unter Vertrag. Der 28-Jährige hat in Wien emotionale Rechnung offen: „Ich will mich hier beweisen.“  Sein Gehalt soll unter Sturms letztem Angebot liegen.

„Ich kann es nicht ändern. Er muss als Kapitän wissen, wo er hingeht“, spürte man noch gestern Vormittag die Enttäuschung bei Sturms Sportchef Kreissl. Wenige Stunden später war der Transfer perfekt: Deni Alar unterschrieb im Camp in Windischgarsten bei Rapid bis 2022. Ohne Ausstiegsklausel.

Dass der Teamstürmer nur wegen des Geldes gewechselt ist, streitet der grün-weiße Sportchef Bickel ab: „Ich wehre mich dagegen, dass wir Alar mit Geld erschlagen. Ich kenne auch das letzte Angebot, das Sturm Deni unterbreitet hat. Ich weiß, wer höher gewesen ist. Das lasse ich so im Raum stehen.“ Soll heißen: Alar verdient bei Rapid jetzt weniger als bei Sturm! Dennoch entschuldigte sich Alar fast bei den Grazern: „Ich hätte vor wenigen Tagen nicht mit dieser Chance gerechnet, sonst hätte ich einige Fragen anders beantwortet. Aber ich möchte bei Rapid beweisen, dass ich vor zwei Jahren nicht hätte abgegeben werden sollen.“ Damals ließ Rapid seinen Vertrag ja nach zwei Verletzungen auslaufen. Da ist eine emotionale Rechnung offen.

Mit Barac schon einig
Und Alar gereifter, für Trainer Djuricin der „beste österreichische Stürmer der Liga“. Dennoch könnte Bickel noch einen weiteren Angreifer holen: „Vielleicht leihweise, einen Joker lasse ich mir offen. Man weiß ja nie, was noch passiert.“ Weiter warten heißt es bei der Suche nach einem Galvao-Ersatz. Bickel bestätigt, dass Mateo Barac „einer von zwei Wunschkandidaten ist“. Mit dem 23-jährigen Verteidiger ist sich Rapid auch einig, mit NK Osijek über die Ablöse aber noch nicht. Das soll bis Anfang der Woche geklärt sein.

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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