Di, 14. August 2018

Mutter traumatisiert

05.07.2018 16:56

Online-Game verstört mit „Gruppenvergewaltigung“

Eine bizarre Aktion im Online-Spiel „Roblox“, das vor allem bei Kindern populär ist, sorgt für Wirbel im Internet. Spieler sollen in dem Game regelrecht über eine Siebenjährige hergefallen sein und eine Art virtuelle „Gruppenvergewaltigung“ begangen haben. Die Mutter des Mädchens sah die Szenen und wandte sich völlig verstört an die Facebook-Community.

„Ich bin traumatisiert und auf so viele Arten verletzt“, klagt die Mutter einer siebenjährigen US-Amerikanerin in einem Facebook-Posting. Neben einer ausführlichen Beschreibung der Vorfälle enthält es auch Screenshots des Vorfalls. Und die zeigen tatsächlich so etwas wie eine Gruppenvergewaltigung im Kinderspiel - inklusive virtueller Geschlechtsteile.

Übeltäter wurde des Servers verwiesen
Nachdem der Eklat unter anderem von der britischen TV-Anstalt BBC und anderen Medien aufgegriffen wurde, wurde der Spieler, von dem die Aktion ausging, vom Hersteller des Servers verwiesen. Doch der Schock bei der Mutter sitzt tief. Auf Facebook schreibt sie: „Eltern, ich rate euch nicht nur, diese App zu löschen. Ich hoffe, ihr werdet auch einen Blick auf all eure Geräte und Sicherheitseinstellungen werfen.“

Wut über die Aktion kommt auch vom Hersteller des weltweit von mehr als 60 Millionen Menschen, vor allem Kindern, gespielten Games „Roblox“. Man sei „außer sich“ über diesen „bösen Akteur“ und reagiere auf solche Fälle mit Nulltoleranz. „Unsere Bemühungen, eine sichere Plattform zur Verfügung zu stellen, entwickeln sich immer weiter und bleiben für uns oberste Priorität“, so die „Roblox“-Macher.

Kreatives Game für sehr junge Zielgruppe
„Roblox“ richtet sich an Kinder, wird am Smartphone, dem PC oder der Xbox One gespielt und existiert schon seit 14 Jahren. Spielerisch erinnert es ein wenig an den Megahit „Minecraft“ und soll die Kreativität fördern, indem Kinder ihre eigenen Minispiele basteln dürfen - offenbar auch reichlich bizarre wie die „Gruppenvergewaltigung“.

Die Organisation PEGI gibt dem Spiel eine Altersfreigabe von sieben Jahren. „Roblox“ enthält für so junge Spieler sogar zusätzliche Sicherheitsoptionen. Die Initiative SaferInternet rät Eltern, diese Funktionen in Anspruch zu nehmen, mit ihren Kindern über das Spiel zu reden und Interesse zu zeigen. Ein Tipp, der nicht nur bei „Roblox“ Gültigkeit hat: Erst kürzlich machten Berichte die Runde, wonach sich Pädophile im Multiplayer-Shooter „Fortnite“ an ihre Opfer heranmachen.

 krone.at
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