Sa, 20. Oktober 2018

Beraten statt strafen

04.07.2018 15:07

Millionenschäden durch Freibrief für Schwarzfahrer

„Beraten statt strafen“: Geht es nach der Bundesregierung, sollen kleinere Verwaltungsdelikte weniger streng geahndet werden. Die Wiener Linien befürchten dadurch einen Millionenschaden.

Denn Schwarzfahrer-Kontrollen wären de facto wirkungslos. Ticket-Preller haben zwei Wochen Zeit, die Strafe einzuzahlen. Jedoch: Wer sich vor den Kontrolloren nicht ausweist, kann den Erlagschein kübeln. „Die Polizei hilft uns bei der Identitätserhebung dann nicht mehr“, so Wiener-Linien-Sprecher Daniel Amann. Schwarzfahrer kämen ungeschoren davon.

Keine Sanktionen, kein Fahrscheinkauf mehr?
Das hätte für das Unternehmen und die Stadt Wien schwerwiegende Konsequenzen. 122.400 Fahrgäste ohne Ticket wurden im Vorjahr erwischt. Mal 105 Euro Strafe sind das fast 13 Millionen Euro. „Wenn ehrliche Passagiere merken, dass keine Sanktionen drohen, kaufen sie vielleicht auch keinen Fahrschein mehr“, meint Amann. Der Einnahmenentfall wäre wohl enorm.

Im Extremfall fahren alle gratis und die Stadt müsste noch viel tiefer für die Öffis in den Steuertopf greifen, um den Kollaps abzuwenden. Die Verkehrsbetriebe hoffen auf eine Änderung des Gesetzesentwurfes.

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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