Mi, 15. August 2018

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21.06.2018 09:05

Panasonic HC304: Diese Anlage kann man aufhängen

Eine Stereoanlage zum Aufhängen: Panasonic hat mit der SC-HC304 seit kurzem eine neue Kompakte im Rennen, die auf Designfreunde abzielt und trotz flacher Bauweise guten Sound liefern soll. Musik kommt über Bluetooth, CD-Sammlungen werden ebenfalls nicht verschmäht, WLAN gibt’s erst eine Preisklasse höher. Wir haben uns angeschaut, ob die Schöne klanglich auch Biest sein kann.
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Denn eines ist klar: In nur elf Zentimeter Tiefe - von vorn misst das Gerät rund 40 mal 20 Zentimeter - steht nicht allzu viel Volumen zur Verfügung, aus dem die Anlage - vor allem beim Bass - schöpfen könnte. Die reine Ausgangsleistung ist mit 20 Watt RMS für kleinere Räume aber durchaus angemessen.

Wir können uns Panasonics Neue gut im Arbeits-, Schlaf- oder Kinderzimmer, womöglich auch im Küchenumfeld vorstellen. Im Wohnzimmer oder Partykeller wird man aber zum dickeren Kaliber greifen.

Nur 2,5 Kilo schwer, Gerät lässt sich aufhängen
Damit sie in den eher kompakten Räumlichkeiten, in denen sie sich wohl fühlt, wenig Platz wegnimmt, lässt sich die SC-HC304 dankenswerterweise an die Wand montieren. Montagematerial liegt zwei, zwei Löcher mit dem Schlagbohrer sind schnell gemacht. Mit 2,5 Kilo Gewicht könnte man das gute Stück im Grunde auch einfach an Rigips- und Holzwände schrauben. Nur die nächste Steckdose sollte nicht zu weit entfernt sein - das austauschbare Kabel ist etwa zwei Meter lang.

Klang: Gut bei Zimmerlautstärke, schlechter bei hohem Pegel
Wie aber klingt sie denn? Im unteren Lautstärkebereich bei Zimmerlautstärke durchaus gefällig, der Digitalverstärker liefert hier einen recht ausgewogenen Klang an die zwei Acht-Zentimeter-Breitband-Speaker. Der Bass ist präsent, aber nicht sehr ausgeprägt. Mitten könnten etwas differenzierter rüberkommen, Höhen wirken recht klar.

Bei höheren Lautstärken werden sie blecherner, im Mittel- und Bassbereich merkt man, dass hier mit begrenztem Volumen gearbeitet wird. In Summe klingt die SC-HC304 wesentlich besser als ein durchschnittliches Küchenradio, einer Kompakten mit voluminöseren Boxen reicht sie unserer Einschätzung nach aber nicht das Wasser.

Saubere Verarbeitung, intuitive Bedienung
Die Verarbeitungsqualität ist solide. Die rund 160 Euro teure Anlage besteht zum überwiegenden Teil aus mattem Plastik, an der Front mit metallenen Boxengittern und einem hinter glänzendem Kunststoff verborgenem Monochrom-Display für die wichtigsten Infos.

Die Bedienelemente sind an der Oberseite angeordnet, bieten einen klaren Druckpunkt und wirken langlebig. Die Fernbedienung ist sehr kompakt, macht ebenfalls einen zweckmäßigen und langlebigen Eindruck.

CDs finden vertikal im an der Front mittig eingebauten Laufwerk mit motorisiertem Türchen Platz. Bluetooth ist eingebaut, WLAN gibt’s im großen Bruder HC2040. Wer sich die 100 Euro Aufpreis sparen will, schließt via AUX einen Chromecast Audio an, ein USB-Port zur Stromversorgung ist vorhanden. Die HC304 lässt sich über AUX aus dem Standby wecken, was ein nettes Extra bei Multi-Room-Projekten mit Chromecast-Sticks ist.

Fazit: Audio-Füchse auf der Suche nach wummernden Bässen und kristallklarem Sound werden mit Panasonics Kompakter nicht unbedingt auf ihre Kosten kommen. Wenn Platz und Optik ein Thema sind, wird manch einer aber möglicherweise über klangliche Schwächen bei höherem Pegel hinwegsehen können. Design, Verarbeitung, Kompaktheit und Handling haben uns jedenfalls gut gefallen. Der Klang ist immerhin besser, als man es bei elf Zentimetern Tiefe erwarten würde.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger

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