Mi, 17. Oktober 2018

Von ehemaliger Front

24.05.2018 08:30

Karl Habsburg plant Friedensflug nach Zeltweg

Im Frühjahr 1918 standen sich Italien und Österreich an der Kriegsfront gegenüber. 100 Jahre später setzt am Sonntag ein Flug von Oderzo nach Zeltweg ein Zeichen des Friedens. Am Steuer der historischen Flugzeugs sitzt Karl Habsburg.

Die Cessna L 19 für den gut zweistündigen Flug ist im Besitz des Enkels des letzten österreichischen Kaisers Karl. Er hat das zweisitzige Aufklärungsflugzeug vom Bundesheer erworben. Ein Co-Pilot wird Habsburg begleiten, mit an Bord sind auch Partnerschaftsverträge von italienischen Gemeinden entlang der einstigen Front, die dann von Murtaler Kommunen unterzeichnet werden: ein starkes Symbol im Jubiläumsjahr 1918, hundert Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs.

Der Großvater war ein Pionier
Dass Habsburg am Militärflughafen Zeltweg landen wird, ist kein Zufall. Der Flug ist eine Idee der Fohnsdorfer Verleger Carina und Wolfgang Klemmer. Carina ist die Enkelin von Franz Pachleitner. Er war der erste österreichische Flugaufklärungsfotograf und hinterließ ein Privatarchiv mit 600 Bildern von der Ostfront bis zum Isonzo. Gemeinsam mit den Tagebuchaufzeichnungen entstand das später verfilmte Buch „Zum Himmel wir marschieren“ - so kam auch der Kontakt zu Habsburg zustande. „Er hat dann sofort zugesagt“, erzählt Wolfgang Klemmer.

Auch die Italiener feiern mit
Bereits am Samstag gibt es Veranstaltungen in Italien, am Sonntag erfolgt der Flug nach Zeltweg. Für die Öffentlichkeit finden um 14.30 Uhr eine Kranzniederlegung am Soldatenfriedhof in Knittelfeld und um 15.30 Uhr eine Diskussion mit Historikern und Journalisten im Militärluftfahrtmuseum Zeltweg statt.

Jakob Traby
Jakob Traby

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