So, 20. Jänner 2019

EU-Urheberrecht

08.05.2018 06:56

Suchmaschinen sollen für fremde Inhalte zahlen

Geht es nach einem Vorschlag zur Neufassung des Urheberrechts in der EU, sollen Suchmaschinen wie Google künftig für angebotene fremde Inhalte bezahlen. Die Europäische Allianz der Nachrichtenagenturen begrüßt den Vorstoß als „bedeutenden Fortschritt“ bei den Bemühungen um einen Schutz des Qualitätsjournalismus.

Konkret unterstützen die Nachrichtenagenturen einen Vorstoß des Berichterstatters des juristischen Dienstes im EU-Parlament, Axel Voss. Er hatte sich gegenüber der Allianz der Nachrichtenagenturen für ein sogenanntes verwandtes Schutzrecht - ähnlich dem deutschen Leistungsschutzrecht - ausgesprochen. Damit müssten Suchmaschinen künftig für Texte etwa von Agenturen bezahlen, die sie auszugsweise bei ihren Ergebnissen zeigen. Dadurch werde der „Fortbestand der Medien gesichert und damit der Zugang zu vertrauenswürdigen Informationen garantiert“, erklärte Voss.

Hintergrund ist eine von der EU-Kommission ausgearbeitete Richtlinie zum Urheberrecht, das an das Internet-Zeitalter angepasst werden soll. Ursprünglich war das verwandte Schutzrecht darin vorgesehen. In einem Bericht des Europaparlaments tauchte der Vorschlag allerdings zwischenzeitlich nicht mehr auf.

In der EANA sind 32 europäische Nachrichtenagenturen zusammengeschlossen, darunter neben der heimischen Austria Presse Agentur, die Agence France-Presse, die Deutsche Presse-Agentur, die britische Press Association und die spanische Agentur EFE.

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