Di, 23. Oktober 2018

Bauordnung

09.04.2018 16:00

So lauten die neuen Regeln für Häuslbauer

Wien ändert die Bauordnung. Unter dem Motto „einfacher, schneller, kostengünstiger“ stellten Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) und Gemeinderat Christoph Chorherr (Grüne) die Eckpfeiler der Novelle vor. Wir zeigen die Vor- und Nachteile für Häuslbauer, Anrainer & Co. auf. Das Gesetz tritt im Oktober in Kraft.

Das sind die positiven Aspekte der Neuregelung:

  • Kleingärtner können schneller und billiger bauen. Sie brauchen keinen Ziviltechniker mehr. Das erspart dem Häuslbauer rund 8000 Euro und mehrere Wochen Zeit, erklärt Ludwig.
  • Besserer Schutz alter Baujuwele: Der Spekulanten-Trick „technische Abbruchreife“ wird abgeschafft. Wer ein Gebäude, das vor 1945 errichtet worden ist, planieren will, braucht die Genehmigung der MA 19.Aus für Öl- und Gasetagenheizungen bei Neubauten (Klimaschutz). Wer aktuell in einer Wohnung mit diesen Heizungsarten lebt, muss nicht umrüsten.
  • Das Vermieten von Wohnraum über Beherbergungsplattformen (Airbnb usw.) wird eingeschränkt, die gewerbsmäßige Vermietung sogar verboten.
  • Ungenutzte Pflichtstellplätze in Garagen können unter bestimmen Voraussetzung aufgelassen werden.

Das ist kritisch zu sehen:

  • Nachbarrechte werden aufgeweicht. Die mündliche Bauverhandlung entfällt, sofern Anrainer innerhalb einer bestimmten Frist keine Einwände erhoben haben.
  • Um schneller an Bauland zu kommen, können Eigentümer von Wiesen, Äckern & Co. - gegen Entschädigung - enteignet werden.
  • Das Wiener Weltkulturerbe wird in der Bauordnung nicht erwähnt.

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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