Do, 16. August 2018

MWC 2018

01.03.2018 17:00

Sony Xperia XZ2 im Messe-Kurztest in Barcelona

Sony hat am Mobile World Congress in Barcelona sein neues Oberklasse-Smartphone Xperia XZ2 (Compact) präsentiert – und sich als weiterer großer Hersteller dem Branchentrend zum 18:9-Display unterworfen. Aber wie fühlt sich die Neuheit in der Praxis an und was bringen Features wie die Dynamische Vibration bei Videos, Musik und Spielen? Wir haben es auf der Messe ausprobiert – und an vielen Details Gefallen gefunden, aber auch manches vermisst.

Die Hardware-Power des XZ2 (Compact) – hier finden Sie alle Hardware-Details - ist nach unserem ersten Eindruck über jeden Zweifel erhaben. Der neue Qualcomm-Chip Snapdragon 845 stellt mehr als genug Leistung für eine flüssige Android-Darstellung und flotte App-Starts bereit, Games sollten für ihn ebenfalls kein Problem darstellen. Auch die Speicherausstattung ist vernünftig.

In puncto Verarbeitung macht Sonys wasserfeste Neuheit ebenfalls einen guten ersten Eindruck. Das größere Modell mit Metallrahmen und Glasrückseite liegt wertig in der Hand, Verarbeitungsmängel konnten wir im Messekurztest nicht erkennen. Der nun an der Rückseite platzierte Fingerscanner ist gut zu ertasten. Kleiner Nachteil: Das Glas zieht Fingerabdrücke geradezu magisch an und kann bisweilen auch etwas rutschig sein. Das kompaktere Modell umgeht diese Problematik durch den Einsatz von Kunststoff statt Glas, ist somit etwas praktischer, fühlt sich aber auch etwas weniger wertig an.

Vibrationsmotor wie im PS4-Controller
Nur beim großen Xperia XZ2 hat Sony eine mit jener des Dual-Shock-Controllers der PS4 vergleichbare Vibrationstechnologie eingebaut, die bei Filmen, Musik und Spielen die Tonausgabe analysiert und Bässe mit Vibrationen hinterlegt. Das kostet im Vergleich zur vibrationslosen Wiedergabe etwa zehn Prozent mehr Akku, kann aber vor allem bei Spielen recht unterhaltsam sein. Über den Sinn dieses Features bei Musik und Videos kann man derweil streiten: Wir könnten uns vorstellen, dass viele XZ2-Käufer die Vibration im Alltag abschalten werden.

Sehr gut gelungen ist das Display der beiden neuen Sony-Modelle. Es ist hinreichend scharf, kann ausgesprochen hell eingestellt werden und sollte somit auch draußen überzeugen. Durch HDR ist es überdies recht kontraststark, die seitliche Ablesbarkeit ist gegeben. Dass man nun ein etwas länglicheres Seitenverhältnis von 18:9 gewählt hat, steht den Geräten gut zu Gesicht und macht sie trotz viel Platz in der Vertikale schmal genug, um gut in der Hand zu liegen.

Leider keine Kopfhörerklinke
Akustisch hat das XZ2 einen gemischten Eindruck bei uns hinterlassen. Die integrierten Stereo-Lautsprecher machen einen guten Job, etwa bei der YouTube-Widergabe. Beim Musikhören wird man freilich dennoch lieber zum Kopfhörer greifen. Da ist es schade, dass Sony zur wachsenden Zahl von Smartphone-Herstellern gehört, die keine Kopfhörerbuchse mehr in ihren Geräten anbieten – obwohl sie rein von der Bauhöhe des Geräts wohl Platz gehabt hätte.

Einen gemischten Eindruck hinterließ im Kurztest die Kamera: Sie stellt flott scharf und löst schnell aus, lieferte am hell beleuchteten Messestand durchwegs saubere Ergebnisse. Wir hätten uns bei einem Oberklasse-Smartphone allerdings nicht nur digitale, sondern optische Bildstabilisierung gewünscht – auch, wenn die Kamera dann womöglich aus dem Gehäuse hervorstehen würde. Die Videofunktionen – 4K-HDR-Aufnahme, Full-HD-Zeitlupe bei 960 Bildern pro Sekunde – sind eine nette Dreingabe. Es ist allerdings nicht einfach, die Zeitlupenfunktion im rechten Moment zu starten: Sie fängt immer nur 0,2-Sekunden-Szenen ein, wird also oft zu früh oder spät gezündet.

Sonys XZ2-Reihe soll hierzulande Anfang April auf den Markt kommen. Ein ausführlicher Testbericht ist geplant und wird zeitnah veröffentlicht, Testgeräte wurden uns seitens Sony bereits zugesagt.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger

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