Die Frau hatte sich an einem mittelalterlichen Ritterspiel im Internet beteiligt und zunehmend mit ihrer eigenen Spielerrolle identifiziert. Die Ingenieurin verlor offenbar den Kontakt zur Realität. Anfang dieses Jahres eröffnete sie ihrem Ehemann, dass sie ihn nicht mehr liebe. Dabei nannte sie ihm keinen Grund - auch nicht, dass sie in den Spielpartner verliebt war, den sie real nie gesehen hatte. Was die Frau allerdings nicht wusste: Der vermeintliche Mann war in Wirklichkeit eine Frau, die sich einen männlichen Spielernamen gegeben hatte.
Der Angeklagte konnte sich nicht vorstellen, seine Frau an eine virtuelle Welt verloren zu haben. Er habe immer geglaubt, dass es da noch jemand anderes - reales - gegeben habe, sagte er im Prozess. Seine Frau habe aber immer nur mit dem Kopf geschüttelt.
Sohn musste alles mit ansehen
Das Gericht wertete strafverschärfend, dass der zwölf Jahre alte Sohn Augenzeuge des Verbrechens wurde. Der Bub hatte sich nach der Bluttat aus Angst vor dem Vater im Kinderzimmer verschanzt und die Polizei alarmiert. Für die Mutter kam jedoch jede Hilfe zu spät, sie starb noch am Tatort. Der Bub und seine damals drei Jahre alte Schwester leben heute bei einer Pflegefamilie.









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