Sa, 21. Juli 2018

Wenn nichts mehr geht

07.02.2018 11:23

App soll Kommunikation im Krisenfall ermöglichen

Wie können wir in Krisensituationen kommunizieren, wenn das Mobilfunknetz zusammengebrochen ist und es keine Internetverbindung gibt? Wissenschaftler der TU Darmstadt sind dieser Frage zusammen mit dem deutschen Bundesamt für Bevölkerungsschutz und dem Bundesforschungsministerium auf den Grund gegangen. Herausgekommen ist die App "smarter".

"Katastrophen und Krisen können jederzeit und überall eintreten, deshalb sollte man sich entsprechend darauf vorbereiten", so Matthias Hollik von der TU Darmstadt laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur bei der Vorstellung der Arbeitsergebnisse in Berlin. Man denke nur an Stromausfälle, Cyberangriffe oder Naturkatastrophen.

"smarter" soll es Nutzern deshalb im Notfall ermöglichen, über das Smartphone Hilferufe oder Lebenszeichen abzusetzen. Die Technik ähnelt jener von Funkgeräten: Per WLAN verbindet sich das Smartphone direkt mit einem anderen, auf dem die App installiert ist. Dieses wiederum vernetzt sich mit weiteren Geräten im Umfeld, bis der digitale Hilferuf sein Ziel erreicht.

Dem Bericht nach können über dieses Ad-hoc-Netz im freien Feld Reichweiten von 200 bis 250 Metern von Smartphone zu Smartphone erreicht werden. Dass die Technik funktioniert, konnte bereits im vergangenen Herbst während einer Krisenübung erprobt werden. Bis die Technik tatsächlich alltagstauglich werde, sei es aber noch ein weiter Weg.

Appell an Gerätehersteller
Denn: Von Haus aus unterstützen aktuelle Smartphone keine direkte Kommunikation. "Wir mussten sie technisch modifizieren und tief in die Smartphones eingreifen", wird Hollik zitiert. "Die technische Grundlage wurde geschaffen, nun muss an die Gerätehersteller appelliert werden."

Lutz Diwell vom Zukunftsforum Öffentliche Sicherheit ergänzt: "Krisenbewältigung kann man nur als gemeinsame Aufgabe von Staat und Wirtschaft sehen." Die Unternehmen müssten Beiträge leisten, um den Staat in seiner Reaktionsfähigkeit zu erhalten und zu stützen.

 krone.at
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