Sa, 18. August 2018

Rundum sicher

02.03.2009 13:04

Gratis-Schutz für deinen PC

Mehr Sicherheit im Internet zu fördern, das ist das Ziel einer Initiative der Europäischen Union sowie des EU-Netzwerkes Insafe. Anlässlich des bereits zum sechsten Mal stattfindenden "Safer Internet Day" trägt krone.at dazu bei und zeigt, wie du dich mit Hilfe kostenloser Programme in nur drei Schritten (fast) vollständig vor Cyber-Kriminellen und Computer-Schädlingen schützen kannst.

1. Schritt: Die Firewall
Bevor man mit seinem PC den Schritt ins Internet wagt, sollte man ihn absichern. Eine Sache, die dabei auf keinen Fall fehlen sollte, ist eine Firewall, die den Datenverkehr zwischen dem PC und dem Internet überwacht und gegebenenfalls blockiert. Was vom eigenen PC nach außen dringt, und wer von außen über das Internet auf den Rechner zugreifen kann, bestimmt der Nutzer dabei selbst. Ist hingegen keine Firewall vorhanden, können auf dem Computer gespeicherte Anwendungen mehr oder weniger frei übers Web mit der Außenwelt kommunizieren oder sich Hacker Zugriff auf sensible Daten verschaffen. Beides keine besonders schöne Vorstellung.

Glücklicherweise finden sich im Netz zahlreiche Anbieter kostenloser Firewalls. Besonders bewährt hat sich über die Jahre die "Zone Alarm"-Firewall des Softwareherstellers Check Point (siehe Infobox). Die intuitiv zu bedienende Software überwacht sowohl ankommende als auch abgehende Daten und bietet so Schutz vor ungewollten Eindringlen. Für einen Basis-Schutz können Windows-Nutzer alternativ auch auf die systemeigene Firewall zurückgreifen: Unter XP lässt sich diese über die Netzwerkverbindungen aktivieren (unter "LAN-Verbindung", "Erweitert", "Internetverbindungsfirewall"), im Nachfolger Vista ist die Firewall über das "Sicherheitscenter" zu erreichen.

2. Viren- und Spyware-Schutz
Als nächstes sollte der Rechner ausreichend durch Software vor Viren- und Spyware geschützt werden. Eine "Computer-Grippe" kann man sich schließlich schnell einfangen: Dateianhänge oder heruntergeladene Programme können ebenso virenverseucht sein wie auf den ersten Blick völlig harmlos wirkende Websites, bei denen bereits ein bloßes Vorbei-Surfen genügt, um sich zu infizieren. Einer aktuellen Studie des Forsa-Instituts wurden im vergangenen Jahr allein in Deutschland rund vier Millionen Internet-Nutzer Opfer von Malware. Immerhin sieben Prozent aller User über 14 Jahren erlitten durch die Computer-Schädlinge einen finanziellen Schaden.

Sich und seinen PC samt persönlicher Daten wie Dokumente, Fotos oder Musik zu schützen, kann demnach nicht nur Nerven sparen, sondern auch bares Geld. Besonders verdient gemacht hat sich in der Vergangenheit das kostenlose "AntiVir" (siehe Infobox) von Avira, welches den Rechner mit einem effektiven Schutz gegen Viren ausstattet und ungebetene Störenfriede schnell und zuverlässig entfernt. Ein integrierter Echtzeit-Scanner überwacht das eigene System zu diesem Zweck laufend auf Viren, einzelne Downloads, Ordner oder die ganze Festplatte können alternativ jedoch auch manuell nach Schädlingen durchsucht werden.

Wirklich sicher aber ist nur, wer sich zusätzlich mit einem Anti-Spy- und –Adware-Tool wie Safer-Networkings "Spybot Search & Destroy" (siehe Infobox) schützt. Auf Knopfdruck untersucht die deutschsprachige Software den Rechner nach der Installation auf Trojaner und Co. Wird sie fündig, kann sie die für die Werbung oder das Ausspionieren zuständigen Teile entfernen, ohne die Funktionsweise des eigentlichen Programmes zu beeinträchtigen. Über einen erweiterten Modus erhalten Nutzer unter "Werkzeuge" zudem die Möglichkeit, defekte Registry-Einträge zu entfernen oder den Autostart zu bereinigen. Als besonders praktisch erweist sich auch die "TeaTimer"-Funktion, welche verhindert, dass unerwünschte Dateien auf dem Computer installiert werden: Sobald ein als bösartig bekannter Prozess zu starten versucht, schlägt "Spybot" Alarm und stoppt den Prozess.

3. Updates
All diese Programme helfen jedoch nur, wenn sie auch regelmäßig ausgeführt und aktualisiert werden. Letzteres ist leider bei 98 Prozent aller PCs nicht der Fall, wie eine Studie der Sicherheitsexperten von Secunia ergab: Demzufolge sind Programme zumeist nicht vollständig gepatcht und laufen daher Gefahr, Sicherheitslücken aufzuweisen. Der kostenlose "Personal Software Inspector" (siehe Infobox) von Secunia hilft jedoch, die auf dem Rechner installierte Software stets "frisch" zu halten. Einmal installiert, scannt das deutschsprachige Gratis-Tool die auf dem Rechner vorhandene Software nach Aktualisierungen und bietet direkt im Anschluss den passenden Download-Link zum entsprechenden Update an.

4. …und dann wäre da noch: Eine Portion Skepsis
Sich nur auf die Technik zu verlassen, wäre jedoch falsch. Das beste Mittel, um nicht Opfer von Cyber-Kriminellen zu werden, ist immer noch eine gewisse Portion Skepsis, gepaart mit einem gesunden Misstrauen gegenüber allzu verlockenden Ankündigungen und Angeboten im Web. Die österreichische Plattform "Saferinternet" sowie die "Sicher im Internet"-Initiative (siehe Infobox) bieten Interessierten umfangreiche Informationen zu den Themen Computersicherheit und Datenschutz oder beispielsweise Internetabzocke. Weitere krone.at-Tipps zu Phishing, Spam und der richtigen Passwort-Wahl findest du in der Infobox.

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