Sa, 18. November 2017

Warum darf das sein?

09.11.2017 09:29

Schülerinnen versteigern ihre Jungfräulichkeit

Viele Schülerinnen versteigern ihre Jungfräulichkeit auf der deutschen Website "Cinderella Escorts". Mit dem Erlös wollen sich die jungen Frauen ihr Studium finanzieren. Die Versteigerungen in zwei aktuellen Fällen starten mit einem Mindestgebot von 20.000 Euro.

Lola (18) und Monica (20) sind die beiden aktuellen Fälle, in denen junge Frauen ihre Körper dem Höchstbietenden anbieten, um sich ihre Zukunft zu finanzieren.

"Werde meiner Familie helfen"
Die 18-jährige Lola sagt, sie wolle ihre Jungfräulichkeit verkaufen, um für ihre Schule zahlen zu können. "Und ich will ein Leben frei von finanziellen Sorgen. Ich werde das Geld außerdem dazu verwenden, um meiner Familie mit ihren Schulden zu helfen." Sie weiß, dass viele ihre Entscheidung nicht verstehen, aber: "Nicht viele Menschen bleiben ihr ganzes Leben mit der Person zusammen, mit der sie ihre Jungfräulichkeit verloren haben." Deshalb hat sie entschieden, "lieber etwas wie das zu tun, wo ich nicht nur profitiere, sondern auch verhindere, dass jemand meine Gefühle verletzt, sobald er mit mir fertig ist".

"Studieren ist nicht billig"
Die 20-jährige Monica sagt, sie hat noch niemanden gefunden, "der es wert wäre, an ihn meine Jungfräulichkeit zu verlieren". Außerdem werde ihr Angebot dabei helfen, "mein Studium zu finanzieren. Studieren ist schließlich nicht billig." Sie fügt hinzu: "Mir gefällt es, dass wir in einer Gesellschaft und Zeit leben, in der wir entscheiden können, was wir mit unseren Körpern machen wollen. Es ist mir wichtig, dass ich die Kontrolle über meinen Körper habe. Auch wenn manche nicht meiner Meinung sind, denke ich, dass das das Beste für mich ist. Außerdem wird es mir helfen, meine Zukunft zu sichern."

Mehr als 110.000 Euro für die Jungfräulichkeit
Die beiden Mädchen machen es der 26-jährigen Studentin Jasmin aus London nach, für die das Höchstgebot mittlerweile bei über 110.000 Euro liegt. Ihre Eltern seien mit der Entscheidung einverstanden. "Ich respektiere traditionelle Frauen, die mit dem Sex bis nach der Heirat warten wollen, wirklich. Ich war auch so eine, ich wollte wirklich auf den Richtigen warten. Aber ich will nicht mehr länger warten. Deshalb habe ich einen anderen Weg gewählt, der mich glücklich machen wird. Ich bin mir mit meiner Entscheidung sicher."

2,3 Millionen Euro als bisher höchster Preis
Den höchsten Preis auf der Seite erreichte bisher ein 18-jähriges Model aus Rumänien. Aleexandra Khefren bekam von einem Unternehmer aus Hongkong 2,3 Millionen Euro für die Entjungferung bezahlt.

Im Mai dieses Jahres bot auch eine Österreicherin ihre Unschuld auf der deutschen Website an.Der 27-jährige Dortmunder Betreiber der Website, Jan Zakobielski, vergleicht die Jungfräulichkeit von Frauen mit "sehr alten Weinen" oder "luxuriösen Autos".

Rechtliche Grauzone
Rein rechtlich bewegt sich das Ganze in einer Grauzone. Zwar sind die jungen Frauen angeblich durchwegs als volljährig beschrieben. Allerdings gelten die Angebote ja weltweit - und die Gesetzte in puncto Prostitution variieren von Land zu Land sehr stark. Wie es außerdem um die vertragliche Situation bzw. die Einklagbarkeit von finanziellen Forderungen bestellt ist, ist ebenfalls unklar!

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden