Mo, 18. Dezember 2017

krone.at-Test

16.09.2017 06:00

Gaming-Headset Teufel Cage: Gelungener Einstand!

Mit seinen 2.1- und 5.1-Systemen gilt der deutsche Audiospezialist Teufel bei Gamern seit Jahren als Garant für starken Klang am PC. Wer in Online-Rollenspielen mit seiner Gilde Monster erlegt oder sich mit dem Team durch schnelle Shooter ballert, bevorzugt statt Lautsprechern aber oftmals Kopfhörer. Die gab es bei Teufel zwar, allerdings nicht mit dem für Teamspeak-Absprachen obligaten Mikro. Mit dem Gaming-Headset Cage schließen die Berliner die Lücke nun - das trauen wir uns nach unserem Test zu sagen - mehr als überzeugend.

Das Wichtigste zuerst: Wie klingt Teufels Einstand in die Welt der Gaming-Headsets eigentlich? Sehr überzeugend, finden wir. Das Klangbild ist alles in allem recht neutral, weder Bässe noch Höhen sind überbetont, beides wird - ebenso wie das mittlere Frequenzspektrum - präzise und fein differenziert dargestellt. Wer es weniger neutral mag, kann - zumindest am PC - mittels Begleit-Software die Equalizer-Einstellungen an seine Vorlieben anpassen.

Wohlklingender Allrounder mit gutem Mikro
Lob gebührt auch dem sowohl links als auch rechts ansteckbaren und flexibel einstellbaren Mikro. Es nimmt die Stimme ähnlich klar und ausgewogen auf, wie sie das Headset auch ausgibt - und verschont Mitspieler im Teamspeak mit den blechernen und in Mark und Bein gehenden Geräuschen und Echos, die Mikros in manchen Billig-Headsets produzieren.

Letztlich gibt der Teufel Cage nicht nur ein gutes Gaming-Headset ab, sondern macht auch mit Musik oder Filmen Spaß. Das Headset schirmt sehr gut vor Umgebungsgeräuschen ab bzw. hält auch bei höheren Lautstärken dicht, belästigt also etwaige Büromitbenutzer nicht. Klanglich haben wir also rein gar nichts am Cage mit seinen zwei 40-Millimeter-Treibern auszusetzen, in Games weiß zudem der virtuelle 7.1-Raumklang und die damit verbundene gute räumliche Gegnerortung zu gefallen.

Robustes Gerät, durchdachte Konstruktion
Zu einem guten Gaming-Headset braucht es aber mehr als nur guten Klang - Nehmerqualitäten beispielsweise. Im rauen Gaming-Alltag rollt schon mal der Sessel über das Kabel, manch impulsiver Spieler reißt sich das Headset nach einem heroischen Triumph oder einer besonders bitteren Niederlage unsanft vom Schädel. Hält Teufels Cage dem Stand?

Nach einigen Tagen Gebrauch sind wir zuversichtlich: Das Headset ist robust gebaut: Am Bügel kommt eine stabile Alu-Aufhängung für die Ohrhörer zum Einsatz, Mikro sowie Anschlusskabel - das Cage kann über USB oder Klinke mit dem PC und anderen Zuspielgeräten verbunden werden - sind über Steckverbindungen mit dem Headset verbunden, was lästigen Wackelkontakten vorbeugt und den einfachen Austausch bei Kabelbruch oder sonstigen Defekten ermöglicht.

Hoher Tragekomfort, sinnvolles Bedienkonzept
Der Tragekomfort ist hoch: Die Ohrmuscheln sind großzügig dimensioniert, eine weiche Kunstleder-Polsterung sorgt für angenehmen Sitz und der großzügige Raum für die Ohren sowie die gute Belüftung in den Ohrmuscheln beugen Schweißbildung vor und erfreuen Brillenträger. Der Bügel ist ebenfalls weich gepolstert, wodurch das neue Teufel-Headset auch bei längeren Gaming-Sitzungen trotz rund 300 Gramm Gewicht nicht zur Last wird.

Praktische Extras beim Spielen: Weil das Teufel Cage mit seiner eigenen Soundkarte ausgestattet ist und via USB mit dem PC verbunden wird, bleiben die Klinkenanschlüsse am Rechner für andere Audio-Hardware frei, außerdem gibt es Bedienelemente direkt am Headset. Ein klar abgestuftes Lautstärkerad ist vorhanden, mit den Buttons am Gerät kann man zudem das Mikro stummschalten, zum nächsten Song weiterspringen oder die Musik pausieren. Wer mag, kann sogar gleichzeitig Spiele-Sound via USB und Musik per Klinke zuspielen.

Software mit Klangverbesserung und Spaß-Features
Eingestellt wird das Cage-Headset mittels zugehöriger Software, die neben dem Equalizer auch einige Klangverbesserungstechnologien für mehr Bass oder klarere Stimmen anbietet. Witziges, aber nicht unbedingt notwendiges Extra: Eine Stimmverzerrungsfunktion, mit der man im Teamspeak auf Wunsch klingt wie der Imperator persönlich. Wünschenswert wäre noch, die rote Beleuchtung im USB-Betrieb abschalten zu können.

Fazit: Für 170 Euro ist Teufels Gaming-Headset-Erstlingswerk kein Schnäppchen, es bietet Spielern aber auch viel Gegenwert. Mit seinem ausgewogenen und schön ausdifferenzierten Klang überzeugt es nicht nur beim Spielen, sondern auch bei Musik und Filmen. Die USB-Verbindung mit dem PC und die Bedienung gefallen ebenso wie die saubere Verarbeitung. Der Tragekomfort macht es zu einer guten Wahl, wenn der Bosskampf oder Schusswechsel mal wieder länger dauert. Teufel ist hier ein würdiger Einstand in die Welt der Gaming-Headsets gelungen.

Dominik Erlinger
Redakteur
Dominik Erlinger
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