Mi, 13. Dezember 2017

Monaco 1988

21.05.2014 09:59

Als Senna die perfekteste Runde aller Zeiten fuhr

Lewis Hamilton, Nico Rosberg & Co. jagen in Monte Carlo, wo bereits am Donnerstag die ersten Trainings gefahren werden, ein Phänomen: die unglaubliche, übersinnliche Rekordrunde von Ayrton Senna - für viele die sensationellste der ganzen Formel-1-Historie. Auf dem engen, winkeligen Stadtkurs im Qualifying um 1,427 Sekunden schneller als der Nächste, sein McLaren-Honda-Teamkollege und Erzfeind Alain Prost - wie war das möglich? "Weil ich gefahren bin wie in Trance", verriet Senna später.

14. Mai 1988, erdgebundenes Fliegen: Nie war ein Formel-1-Pilot so weit ins Universum vorgestoßen wie der "außerirdische" Senna, dem die Engel Flügel wachsen ließen. "Das war kein normales Rennfahren: Ich fuhr nur nach Instinkt, wie in einem Tunnel, wie in Trance, wie in anderen Dimensionen - weit weg vom bewussten Verstehen", erklärte er.

"Ich bekam Angst, aus meiner Welt abzustürzen"
"Und ich wurde jede Runde schneller. Eine halbe Sekunde Vorsprung, dann eine ganze, schließlich eineinhalb. Als ich das Boxensignal +1,5 sah, erschrak ich. Ich bekam Angst, aus meiner Welt abzustürzen und runterzufallen. Ich kam sofort an die Box - und bin den ganzen Tag nicht mehr gefahren." Es klang, als wäre er auf die Erde zurückgekehrt.

Überlegen in Führung liegend in die Leitplanken
Ein höchst sensibler Sportler mit unglaublicher Konzentration. Und keiner konnte sein Innenleben so nach außen kehren. Aber tags darauf, im klassischen Grand Prix von Monaco, riss das Spinnennetz seiner Konzentration. Überlegen in Führung liegend, krachte Senna in die Leitplanken - für ihn damals unerklärlich. Aber seine Schwester Viviane, eine Psychologie-Professorin, kümmerte sich daraufhin um ihren Bruder.

In Monaco 1988 gewann Alain Prost, den Gerhard Berger kurz vor Sennas Crash vorbeigelassen hatte. "Ob Zweiter oder Dritter, ist schon wurscht." Erst später wusste der Tiroler: Er hat einen Monte-Carlo-Sieg weggeschmissen.

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