China, das Land mit den meisten Handy-Nutzern weltweit hat eine neue Seuche. Was bei uns hierzulande als „Telefonitis“ abgetan wird, entwickelt sich im Reich der Mitte zum psychologischen Massenproblem – das so genannten "Handy-Abhängigkeits-Syndrom" macht sich breit.
Immer mehr junge Menschen sind von der neuen"psychischen Krankheit" betroffen. Sie lassen sich leicht ablenkenund können sich laut Psychologen Yang Ling nur schwer aufihre Arbeit konzentrieren, berichtet pressetext.austria. "Läutetihr Mobiltelefon eine Zeit lang nicht, reagieren sie besorgt undchecken das Handy, um sicher zu gehen, dass es richtig eingestelltist", so Yang. Laut Statistik besitzen von 1,3 Mrd. Chinesen rund200 Mio. ein Handy. Vom Syndrom Betroffene verwechseln auch fälschlicherweisehäufig das Läuten eines anderen Telefons mit dem eigenenund neigen zur schlechten Laune, setzt Yang fort. Die Symptometreten dann zu Tage, wenn die Anrufe weniger werden oder das Handyverloren geht. Der Psychologe fügt hinzu, dass diese Symptomefür die neu auftretende psychische Krankheit typisch seien.Besonders ausgeprägt ist die Krankheit laut Yang bei ehermenschenscheuen, exzentrischen sowie unsicheren Personen - auffallendhäufig dabei in der Gruppe der Jugendlichen. Währendeinige durch den Handy-Gebrauch Kontakt mit der Umwelt suchten,um so sicherzustellen, von der Gesellschaft nicht vergessen odergar fallengelassen worden zu sein, erhoffen sich andere dadurch,ein Image aufzubauen. Die exzessive Handy-Nutzung soll dies unterstützen.
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