Do, 19. Juli 2018

AMD-Mann abgeworben

09.11.2017 12:57

Grafik-Chips: Intel plant Angriff auf AMD & Nvidia

Der kalifornische Chipgigant Intel will sich als Hersteller von Hochleistungs-Grafikchips einen Namen machen - und hat sich prominente Unterstützung für dieses Vorhaben gesichert. Der bisher bei AMD für die Grafikchipentwicklung zuständige Spezialist Raja Koduri wechselt nämlich zu Intel und soll helfen, konkurrenzfähige Grafikprozessoren zu entwickeln.

Intel ist natürlich kein Neuling im Bereich der Grafikchips. Bisher hatte der IT-Riese aber sparsame Onboard-Grafiklösungen für Büro-PCs entwickelt, den Markt für hochpreisige Grafikkarten für Profis und Gamer hat man derweil den Rivalen AMD und Nvidia überlassen.

AMDs Grafik-Guru ist nun Intels Grafik-Guru
Wie das IT-Portal "The Verge" berichtet, ist damit nun Schluss. Der Wechsel Raja Koduris von AMD zu Intel bedeute nämlich im Grunde, dass der Leiter der AMD-Grafiksparte nun der Herr über Intels neue Grafiksparte ist.

Dass man bei Intel Interesse an den Grafiklösungen des kleineren Rivalen hatte, war schon länger bekannt - und wurde erst kürzlich belegt, als Intel erstmals einen Core-i-Prozessor mit einem Grafikkern des Rivalen ankündigte. Der soll dem Chip deutlich mehr Grafikleistung verschaffen, als es Intels eigene Onboard-Lösung könnte.

Intel will mit AMD und Nvidia konkurrieren
Dauerhaft scheint man sich bei Intel damit aber nicht zufrieden geben zu wollen, heißt es doch in der Presseaussendung zum Wechsel Koduris, man beabsichtige, im Bereich für leistungsfähige diskrete High-End-Grafiklösungen mitmischen zu wollen - also genau dort, wo sich derzeit AMD und Nvidia das Feld aufteilen.

Mit Koduri hat Intel einen Spezialisten an Bord geholt, der beim Erreichen dieses Ziels helfen könnte. Koduri arbeitete ursprünglich beim Grafikchiphersteller ATI, der 2006 von AMD übernommen wurde. Später machte er einen Zwischenstopp bei Apple, bevor er wieder zu AMD wechselte. Dass Koduri jetzt zu Intel geht, kommt überraschend. Er hatte seinen Abgang bei AMD laut "Heise" erst einen Tag vor dem Wechsel zu Intel öffentlich gemacht.

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