14.12.2006 16:59 |

Aufnahme-Test

DVD-Rekorder auf dem Prüfstand

Das gute alte analoge Video-Band hat ausgedient, die Gegenwart ist digital, weshalb DVD-Rekorder bei der Gunst der Käufer heuer besonders hoch liegen. Ob auf Festplatte oder direkt auf den DVD-Rohling gebrannt: Sendungen und Filme lassen sich praktisch ohne Qualitätsverlust aufzeichnen. Der "Konsument" hat 22 Geräte unter die Lupe genommen.

Die guten Nachrichten gleich vorweg: Nach eher enttäuschenden Ergebnissen im letzten Jahr, sind die Produkte auf ein "gutes" Qualitätsniveau zurückgekehrt. Lediglich eines der getesteten Geräte - der Samsung "DVD-HR735" - bekam ein "durchschnittlich" verpasst. Die zweite gute Nachricht: Das Preisniveau der Harddisc-Rekorder ist von durchschnittlich 560 auf 380 Euro gesunken.

Allen Geräten gemein ist die wahlweise Aufzeichnung auf Festplatte oder direkt auf DVD, die Ausstattung mit einem PAL- oder Secam-TV-Empfangsteil sowie die Möglichkeit, mindestens acht Aufnahmezeitpunkte innerhalb eines Monats vorzuprogrammieren. Zudem erlauben die Geräte durch die Bank die Aufnahme von externen Geräten, beispielsweise der Videokamera oder dem VHS-Rekorder.

Sehr praktisch: Einige der getesteten Rekorder - die Geräte "DMR-EX95V" und "DMR-EX85" von Panasonic, Pioneers "DVR-540HX-S", Philips "DVDR7250H" oder der "DBRH197" von LG - haben einen DVB-T-Tuner bereits integriert. Der Empfang sowie Aufzeichnung des digitalen terrestrischen Fernsehens ist damit auch ohne zusätzliche Settop-Box möglich.

Qualität hat ihre Länge
Für die Aufnahmen stehen bei jedem Gerät mindestens vier Qualitätsstufen zur Verfügung, so dass eine, zwei, vier oder sechs Stunden auf eine herkömmliche DVD passen. Hier bringen die Festplatten-Rekorder einen entscheidenden Vorteil mit sich: Die Qualitätsstufe für die dauerhafte DVD-Speicherung wird erst beim Überspielen auf den Datenträger bestimmt.

Trotz Pause pausenlos fernsehen
Gegenüber dem traditionellen Video-Rekorder, der immerhin noch in drei von vier österreichischen Haushalten zu finden ist, haben die DVD-Rekorder einen weiteren Vorteil: die Timeshift-Funktion. Diese Funktion erlaubt das Pausieren während der Ausstrahlung, so dass Serien und Filme trotz Unterbrechung zur Gänze angeschaut werden können. Sechs der getesteten Festplatten-Rekorder unterstützen dieses Feature allerdings nicht.

Fehlerkorrektur mit dem DVD-Rekorder
Wer bereits über eine stolze Anzahl in Mitleidenschaft gezogener CDs oder DVDs verfügt, der sollte hingegen ein Auge auf den Punkt "Fehlerkorrektur" werfen. Diese Funktion ist entscheidend, wenn es fehlerhafte Discs ohne Störungen abzuspielen gilt. Der Sony "RDR-HX725" hatte im "Konsument"-Test die meisten Probleme mit mangelhaften Silberlingen.

Eine Frage des Formats
Bei den Formaten spielen hingegen fast alle Player sämtliche "Stückerl": CD, CD-R, CD-RW, SVCD, VCD, DiVX oder CD-Roms mit MP3-Musikfiles und JPEG-Fotodateien stellen die Geräte vor keine Herausforderung. Bis auf den "Yamakawa DVR-655" (der auch keine CD-RWs unterstützt) sind alle Rekorder zudem DVD-RW kompatibel. Die getesteten Panasonic-Geräte ("DMR-EX95V", "DMR-EX85" und "DMR-EH65") spielen zudem DVD-Audio-Discs.

Laute und träge Stromfresser
Kritisiert wurden vom "Konsument" mitunter die hohen Betriebsgeräusche (mehr als 27 Dezibel bei Pioneers "DVR-540HX-S") und die lange Reaktionszeit. So benötigte der "LG DR198H" 28 Sekunden, um eine CD oder DVD zu starten. "Lange Leitung" auch beim Druck auf die Aufnahmetaste: Beim "Sony RDR-HX725" vergingen mehr als 37 Sekunden ehe aufgezeichnet wurde. Zu guter Letzt wäre da noch der Stromverbrauch, der beim Philips-Gerät ("DVDR7300H") im Standby-Modus dreimal höher ausfällt als bei der Konkurrenz. Lediglich der Yamakawa-Rekorder bietet überhaupt noch einen Ein/Aus-Schalter.

Der Sieger im "Konsument"-Test
Strahlende Sieger des "Konsument"-Tests sind die Geräte von Panasonic. Mit 715 Euro ist der Gesamtsieger, der "DMR-EX95V", allerdings auch der teuerste DVD-Rekorder. Er punktet mit integriertem VHS-Rekorder, DVD-T-Tuner sowie einem Kartenleser für SD- und MMC-Karten. Zudem liefert er die beste Bildqualität im 1- und 2-Stunden-Modus und überzeugte durch die leiseste Aufnahme. 

Wer weniger tief in die Tasche greifen möchte, der sollte einen Blick auf den zweitplatzierten Rekorder, den "DMR-EH65" von Panasonic, wagen: 449 Euro kostet das Gerät. Alle Ergebnisse und weitere nützliche Tipps findest du in der Jänner-Ausgabe des "Konsument".

Dienstag, 18. Mai 2021
Wetter Symbol