20.09.2017 09:36 |

WM-Qualifikation

ÖFB-Damen trotz 4:0-Sieg kritisch: "Geht besser"

Österreich startete mit einem souveränen 4:0 in Serbien in die WM-Qualifikation. Dreifach-Torschützin Nina Burger und Teamchef Dominik Thalhammer waren sich nach dem Spiel einig: "Wir sind nie in den Rhythmus gekommen, nur das Ergebnis war stark."

Vier Tore geschossen, klar gewonnen! Doch happy war bei Österreichs Fußballerinnen nach dem WM-Qualistart niemand. Nicht einmal Matchwinnerin Nina Burger: "Freut mich zwar, dass ich der Mannschaft mit drei Toren helfen konnte, aber die Leistung war nicht ideal." Dabei war der Optimismus groß gewesen."Auch wenn’s mir schwerfällt, nicht dabei zu sein - ich drücke euch ganz fest die Daumen", richtete Stammkapitänin Viki Schnaderbeck aus München, wo sie derzeit ihre Patellasehnen-Entzündung therapieren lässt, aus. "Und ich bin überzeugt, dass ihr  ein neues Kapitel aufschlagen werdet."

"Wir können es alle noch viel besser"
Passierte vom Ergebnis her tatsächlich. Denn beim WM-Qualiauftakt in Serbien, genau 47 Tage nach dem EM-Halbfinalmärchen, war Schnaderbecks Ersatzkapitänin Burger gut in Schuss. Die Rekordtorschützin vollendete  in der 15. Minute eine Vorlage von Nadine Prohaska zum 1:0 für Österreich. Und machte nach dem ÖFB-Doppelschlag durch Nici Billa schon nach 37 Minuten alles klar, als sie einen Puntigam-Corner per Kopf ins Kreuzeck setzte - ehe ihr im Finish mit dem 4:0 noch der Triplepack gelang. "Ich kann mich gar nicht erinnern, dass ich im Team dreimal in einem Match getroffen habe", sollte sie nach ihren Toren 49 bis 51 sagen. "Aber wir können es alle noch viel besser."

Da nickte auch Teamchef Dominik Thalhammer - denn er wollte ein neues, stark auf Ballbesitz orientiertes Spiel der EURO-Heldinnen sehen: "Wir sind aber nie in Rhythmus gekommen, oft  auch einen Schritt zu spät gewesen. Und die Serbinnen haben sicher keine schlechte Leistung gebracht."

Hammer an die Stange
Die Heimischen hatten ebenfalls Chancen. Und fast Österreichs Torfrau Manuela Zinsberger überrascht, als Nevena Damjanovic gleich nach dem 0:2 aus der eigenen Spielhälfte abzog, mit dem Hammer zum Glück aber nur die Stange traf. "So etwas", staunte Manu später, "habe ich auch noch nicht gesehen."

Christian Mayerhofer, Kronen Zeitung

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