Fr, 22. Juni 2018

Vorzeigeprojekt in Ö

22.09.2017 17:05

"Wohnraum" für Bienen schaffen

Bis in den Herbst werden sie noch ein wenig summen und Nektar sammeln - umso wichtiger sind die Schutzmaßnahmen der Bundesforste für unsere Sumsis und Majas. Im Mosaik der Wälder und Wiesen des rotweißroten Parade-Ökounternehmens tummeln sich 160 verschiedenen Arten.

"Unsere Kurzfransige Scherenbiene, die Wald-Maskenbiene oder die Baumhummel zählen wegen ihrer Bestäubungsarbeit bei Wiesenblumen zu den wichtigsten Insekten der Welt. Und das, obwohl einige Arten nur drei Millimeter groß sind", freut sich Bundesforste-Chef Rudolf Freidhager.

Großartige Nachweise in den Donau-Auen
In den vergangenen Monaten hatten seine Wildbienen-Experten rund 20 unterschiedliche Lebensräume in Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Kärnten und der Steiermark untersucht. Ein sensationeller Nachweis ist den Naturforschern dabei auf ÖBf-Flächen im Nationalpark Donau-Auen gelungen: 50 Jahre lang konnte die Geflügelte Kegelbiene - namensgebend ist ihr kegelförmiger Hinterleib - in Österreich nicht mehr gesichtet werden. Bei der peniblen Feldarbeit wurde das Vorkommen der zu den "Kuckucksbienen" zählenden Art nun wieder bestätigt.

Deren Erkenntnisse fließen nun in Maßnahmen für mehr Artenvielfalt. Unter anderem wird einzelnen Summern ein ganzer Wald mit Totholz als Brutmöglichkeit gewidmet.

Mark Perry, Kronen Zeitung

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