03.08.2017 19:31 |

Nach Festnahme

Seisenbacher in Kiew in Auslieferungshaft

Der am Dienstag in Kiew festgenommene Judo-Doppelolympiasieger Peter Seisenbacher befindet sich bereits in Auslieferungshaft. Das hat die Staatsanwaltschaft in der ukrainischen Hauptstadt am Donnerstag bekannt gegeben. Laut ukrainischer Strafprozessordnung können in Auslieferungsfällen zunächst bis zu 40 Tage Haft verhängt werden.

Die Ukraine bewilligt die Auslieferung ausländischer, zur Strafverfolgung ausgeschriebener Verdächtiger dann, wenn diesen vom ersuchenden Staat strafbare Handlungen vorgeworfen werden, die mit mehr als einem Jahr Haft oder "schwerer Strafe" bedroht sind. Das trifft auf Seisenbacher zu, der sich im Zuge seiner Trainertätigkeiten an mindestens zwei minderjährigen Mädchen vergangen haben soll. Dafür sieht das Strafgesetzbuch einen Strafrahmen von einem bis zu zehn Jahren vor.

Video: Die Festnahme Seisenbachers in seiner Wohnung in Kiew

Nach dem Ende seiner aktiven Karriere soll Seisenbacher als Trainer in seinem Wiener Judo-Verein zwischen 1997 und 2004 zwei im Tatzeitraum unmündige Mädchen missbraucht haben, so die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Wien. Eine weitere Jugendliche wehrte ihn laut Anklage ab, als er zudringlich wurde - die Staatsanwaltschaft hat dieses Faktum als versuchten Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses angeklagt. Seisenbacher hat sich zu den Anschuldigungen bisher nicht öffentlich geäußert hat.

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