Mo, 10. Dezember 2018

Gefälschte E-Mails!

29.07.2017 15:01

Betrüger zocken Wohnungssuchende mit "Airbnb" ab

Eine schöne Wohnung in bester Lage und noch dazu zu einem günstigen Preis? Das klingt zu schön, um wahr zu sein - und ist es vermutlich auch. Wer solche vermeintlichen Schnäppchen auf Immobilien-Plattformen entdeckt, sollte Vorsicht walten lassen. Denn hinter allzu verlockenden Angeboten stecken häufig Betrüger, die mit hohen Vorschusszahlungen Geld machen wollen. Die Wohnung bekommt man nie zu Gesicht. Oft wird auch die bekannte Marke Airbnb missbraucht, um Vertrauen zu gewinnen.

Die Masche folgt immer dem gleichen Muster: Das Angebot ist sehr verlockend gestaltet: schöne Bilder, sofort verfügbar, schön möbliert - und für die Lage auch noch sehr günstig. Doch wenn man Kontakt aufnimmt, erklärt der vermeintliche Vermieter, er oder sie würden im Ausland weilen. Die Wohnungsbesichtigung könne man allerdins über Airbnb veranlassen - hierfür müsste man beispielsweise "nur" die Kaution und eine Monatsmiete überweisen - dies könnte man über die vertrauensvolle Plattform Airbnb lösen. Daraufhin folgt ein weiteres E-Mail, das angeblich von Airbnb stammt, in dem man aufgefordert wird, das Geld zu überweisen.

"Normalerweise suche ich nur auf seriösen Webseiten, zum Beispiel von Bauträgern, Genossenschaften oder Hausverwaltungen. Als ich meine Suche auf Immobilienplattformen wie willhaben.at, immowelt.at oder jobwohnen.at ausgeweitet habe, bin ich innerhalb nur eines Tages auf drei unseriöse Angebote gestoßen", berichtet eine Wohnungssuchende krone.at. Alle drei vermeintlichen Vermieter wollten für die Wohnungsbesichtigung einen Vorschuss von bis zu 1800 Euro haben - nur um sich die Wohnung überhaupt anschauen zu können.

"Wir organisieren weder Vorauskasse noch Schlüsselübergabe", stellt Airbnb-Pressesprecher Julian Trautwein klar. Seine Firma würde außerdem niemals Gäste dazu auffordern, über eine andere Website zu buchen. Leider seien dem Unternehmen, das weltweit die Vermittlung von Privatwohnungen anbietet, die Hände gebunden. "Es ist schwierig für uns, weil wir gar nicht Teil des Betrugs sind." Der Betrug passiert auf Webseiten von Immobilienplattformen, "die ihre Inserate nicht unter Kontrolle haben." Man bemühe sich jedoch, die vertrauensvolle Marke Airbnb zu schützen und arbeite daher eng mit lokalen Behörden und Google zusammen, um gefälschte Websites zu melden und entfernen zu lassen.

"Keine Entgelte für Wohnungsbesichtigung"
Auch Barbara Walzl-Sirk von Mieterschutzverband warnt: "Für die Besichtigung einer Wohnung dürfen keinerlei Entgelte oder Vorauszahlungen erfolgen." Bei solchen Inseraten sollte man sofort die Finger davon zu lassen. "Es ist überhaupt nicht ratsam, Gelder zu überweisen, ohne den Vermieter oder den Makler kennengelernt zu haben", betont Walzl-Sirk.

Bei einer echten Buchung über Airbnb wird die Transaktion über eine sichere Zahlungsplattform abgewickelt. Der Gastgeber erhält die Zahlung erst 24 Stunden nach dem Check-in. Wenn man ausschließlich über Airbnb kommuniziert und bezahlt, sei das Geld zu jedem Zeitpunkt geschützt. "Das ist auch einer der Gründe, warum so viele Gäste und Gastgeber über Airbnb buchen." Wenn man gefälschte oder betrügerische E-mails erkennt, kann man diese direkt an die Vermittlungsplattform unter report.phishing@airbnb.com melden. Auch Informationen darüber, wie man Betrugs-Emails erkennt oder was man tun sollte, wenn ein Gastgeber eine Zahlung außerhalb der Airbnb-Webseite vereinbaren will, werden angeboten.

Drei Tipps für Wohnungssuchende, um Betrug zu erkennen:

  1. Wenn Sie zu einer Website kommen, die wie Airbnb aussieht - durch einen E-Mail-Link oder eine andere Art von Umleitung, stellen Sie sicher, dass die Adresse "https://" enthält und keine seltsamen zusätzlichen Zeichen oder Wörter. Der Hauptteil der Adresse sollte einfach "airbnb.com" oder "airbnb.at" sein. Zum Beispiel wären. "airbnb.com/bya" oder "Airbnb1.com" ungültige Web-Adressen. Im Zweifelsfall können Sie immer "https://www.airbnb.com" direkt in Ihren Browser eingeben, um auf die Airbnb Website zu gelangen.
  2. Seien Sie vorsichtig mit E-Mails, die Sie bitten, auf einen Link zu klicken und persönliche, sensible Informationen einzugeben. E-Mail-Filter werden immer effektiver bei der Abschirmung bösartiger Inhalte, aber sie werden niemals perfekt sein. Ein wachsamer Blick für diese gefälschten E-Mails oder bösartige Websites wird immer Ihre beste Verteidigung sein.
  3. Achten Sie auf E-Mails, die ein falsches Gefühl der Dringlichkeit haben. Zum Beispiel, "Wenn Sie nicht auf diesen Link klicken, wird Ihr Airbnb-Konto deaktiviert" oder "Ihr Konto wurde kompromittiert, klicken Sie hier, um Details anzuzeigen." Sätze wie diese sollten ein Hinweis auf Betrug sein - besonders, wenn sie nicht von einer anerkannten @airbnb.com-E-Mail Adresse kommen.
Miriam Krammer
Miriam Krammer

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