Sa, 23. Juni 2018

Schön und reich

09.03.2017 06:06

Tinder testet geheime Singlebörse für die Eliten

Für Alleinstehende ist die Singlebörse Tinder ein praktisches Tool für die Partnersuche. Doch auch auf Tinder sind nicht alle Menschen gleich. Wie US-Medien herausgefunden haben, gibt es bei der Partnervermittlungs-App einen verborgenen Bereich, der nur den Eliten zugänglich ist. Zutritt hat nur, wer schön, reich, berühmt oder zumindest unerhört begehrt ist.

Wie der US-Technikblog "TechCrunch" berichtet, erprobt der Dating-Dienst seinen in Blau statt Orange gehaltenen Bereich für die Schönen und Reichen bereits seit einem halben Jahr im Verborgenen. Die Wenigsten wissen überhaupt von der Existenz des Dienstes. Wer mitmachen will, braucht eine Einladung.

Mitgliedschaft gibt's nur nach Einladung
Wie man an eine solche Einladung kommt, ist nicht restlos geklärt. Offenbar haben einige Mitglieder von "Tinder Select" - so heißt die Eliten-Singlebörse - das Recht, neue Mitglieder einzuladen. Zudem sollen Mitglieder angeworben werden, die besonders attraktiv, prominent oder wohlhabend sind. Zumindest zum Teil dürften Einladungen auch vom Tinder-Rating abhängen, also von der Beliebtheit einer Person im konventionellen Tinder.

Nutzer, die des Eliten-Tinder würdig sind und eine Einladung erhalten, können in der Tinder-App am Handy fortan zwischen "Tinder Select" und dem normalen Tinder wechseln. Wer beispielsweise wegen der überschaubaren Mitgliederzahl bei "Tinder Select" nicht in der eigenen sozialen Klasse fündig wird, kann also auch weiterhin im Tinder für die Massen nach neuen Liebschaften suchen.

Mehrere Anbieter buhlen um die Eliten
Tinder ist selbstverständlich nicht das erste Online-Angebot, das sich explizit an die Schönen und Reichen wendet. Mit "Beautiful People" - vor einem Jahr wegen eines Datenlecks in den Schlagzeilen - gibt es beispielsweise auch eine Art Facebook der Bourgeoisie. Und mit "Luxy" gibt es auch schon eine Weile eine andere Singlebörse ohne Arme und Hässliche.

Dass sich nun auch Tinder dieser Zielgruppe zuwendet, könnte als Indiz dafür gewertet werden, dass die Reichen und Schönen bei der Partnersuche gern unter sich bleiben. Immerhin dürfte das Angebot "Tinder Select" ins Leben gerufen worden sein, um einen gewissen Bedarf zu befriedigen. Dass das Eliten-Tinder im Verborgenen läuft, könnte wiederum der Beschwichtigung jener 99 Prozent der Tinder-Nutzer dienen, die keine Chance auf Mitgliedschaft bei "Tinder Select" haben.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger

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