Di, 18. Dezember 2018

Kompakt-SUV

27.10.2016 09:24

Der neue Ford Kuga: Sportlich oder superedel

Mächtig steht sie im Wind, die neue Schnauze des Ford Kuga. Sie wurde nicht nur aufpoliert, sondern ziemlich auf massiv getrimmt, damit das Kompakt-SUV als Bruder des großen Ford Edge zu erkennen ist. Neben optischem Schliff bekam der Kuga eine optionale sportliche Linie, einen neuen kleinen Dieselmotor sowie die nächste Generation des Sync-Navitainment-Systems.

Mittlerweile sind wir bei Sync III angelangt. Die Optik wirkt frisch, mit dem Navigationssystem komme ich nach ersten Eingewöhnungs-Hoppalas gut zurecht und Smartphones (Apple CarPlay & Android Auto) lassen sich auch integrieren. AppLink ermöglicht zudem die Sprachsteuerung von Apps wie Glympse, Spotify, n-tv und wetter.de. Nur einen WLAN-Hotspot bietet der Ford nicht, er nutzt das Netz des angeschlossenen Smartphones.

Der Touchscreen ist deutlich größer als bisher und erkennt auch Wischbewegungen, allerdings ist die zurückversetzte Platzierung mit flach davor liegenden Tasten etwas schrullig. Beim Touchen kommt man gerne mal an und aktiviert z.B. dir Warnblinkanlage. Die plastikorientierte Landschaft der Mittelkonsole wirkt ein wenig aufdringlich, aber nicht billig. Der genarbte Kunststoff links und rechts davon hinterlässt aber einen hochwertigeren Eindruck.

Ich sitze bequem im Ford Kuga, aber überraschend hoch. Klar, ist ja auch ein SUV. Wer sportlich tief sitzen will, befindet sich in der falschen Fahrzeuggattung. Sportlich geht allerdings neuerdings auch im Ford Kuga: Den gibt es auch in der sogenannten "ST-Line", also mit sportlicherer Optik samt Diffusor hinten, serienmäßigen 18-Zöllern und um einen Zentimeter tiefergelegtem Fahrwerk. Die ohnehin schon gefühlsechte Lenkung wurde für ST-Fahrer weiter verschärft. Sport-Zugeständnis auf der Motorenseite: Der 1,5-Liter-Einstiegs-Benziner ist nicht in der ST-Line-Version erhältlich.

Neuer Einstiegsdiesel ist ein Downsizer
Das Motorenprogramm des Ford Kuga bleibt bis auf eine Ausnahme unverändert. Bei den Benzinern reicht es von 120 bis 182 PS (alles 1,5-Liter-Motoren), bei den Dieseln bleiben die Zwei-Liter-Versionen mit 150 und 180 PS erhalten. Der 120-PS-Selbstzünder wurde hingegen auf 1,5 Liter Hubraum eingedampft. Er ist kein Wunder an Durchzugskraft, läuft aber höchst kultiviert und lässt einen nicht verhungern, auch wenn ein Sprintwert von 12,7 Sekunden von null auf hundert nicht berauschend wirkt. Dafür sollen offiziell 4,4 l/100 km reichen. Allradantrieb ist für den Basis-Diesel nicht erhältlich - mehr als 1591 kg Leergewicht (mit Fahrer) mag man dem Motörchen wohl nicht zumuten.

In Sachen Fahrerassistenzsysteme ist der Ford Kuga gut aufgestellt: Er kann selbsttätig längs wie quer ein- und ausparken, warnt dabei vor Fahrzeugen im Querverkehr und überwacht den toten Winkel. Der Active City Stop arbeitet nun bis 50 statt nur bis 30 km/h. Elektrisch geht es am Heck zu: Die Heckklappe öffnet und schließt optional auf Fußkick und wer eine Anhängerkupplung mitbestellt hat, kann diese ebenfalls elektrisch ein- und ausfahren.

Wer es ganz elegant mag, kann den Ford Kuga jetzt auch als "Vignale" ordern, also in einer Top-Ausstattung, die auch besondere Betreuung und Services seitens des Händlerbetriebes beinhaltet, wie es das bereits für Ford Mondeo, Ford S-MAX und Ford Edge gibt.

Unterm Strich
Die Auffrischung tut Fords Kompakt-SUV gut, allerdings wirkt die Front jetzt weniger dynamisch, dafür insgesamt stimmiger. Der Ford Kuga ist im besten Sinne unauffällig, vor allem, was die Akustik betrifft: Es geht richtig leise zu. Unverändert bleiben die Preise, das Basismodell steht weiterhin mit 26.400 Euro in der Liste. Das Topmodell Vignale kommt mit Doppelkupplungsgetriebe, Allradantrieb und 180 Diesel-PS auf 46.900 Euro und ist damit über 7000 Euro teurer als "Titanium" und 5000 Euro teurer als die sportliche ST-Line. Aber es kann keiner sagen, man könnte nicht, wenn man wollte. Und Preise haben etwas mit dem Normverbrauch gemeinsam: In der Realität schaut es oft ganz anders aus.

Warum?

  • Erfrischend aufgefrischt
  • In Sachen Assistainment gut bestückt

Warum nicht?

  • Zerklüftete Plastik-Mittelkonsole

Oder vielleicht …

… VW Tiguan, Mazda CX-5, Toyota RAV4, Honda CR-V …

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